Mela­to­nin – Prä­ven­ti­on von Neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­on: Das Gehirn­schutz­pro­gramm

Melatonin - Prävention von Neurodegeneration

Mela­to­nin bringt Kör­per und Geist in den rich­ti­gen Rhyth­mus

Mela­to­nin ist ein Hor­mon, wel­ches direkt im Gehirn (in der Zir­bel­drü­se) gebil­det wird. Der Kör­per bil­det es aus Sero­to­nin und unter­schied­li­chen Enzy­men. Sind die­se Sub­stan­zen aus­rei­chend vor­han­den, pro­du­ziert das Gehirn Mela­to­nin. Gehemmt wird die Bil­dung allein durch Licht. Tags­über sinkt daher der Mela­ton­in­spie­gel. Erst bei Dun­kel­heit beginnt die Mela­to­nin­pro­duk­ti­on wie­der und löst bei uns ein natür­li­ches Müdig­keits­ge­fühl aus.

Im Lau­fe der Nacht steigt die Mela­to­nin­pro­duk­ti­on, bei älte­ren Men­schen um den Fak­tor 3, bei jün­ge­ren Men­schen um den Fak­tor 12. Das Maxi­mum wird gegen 3 Uhr mor­gens erreicht. In der Nacht indu­ziert Mela­to­nin vor allem die Tief­schlaf­pha­sen. Durch einen aus­rei­chend hohen Spie­gel an Mela­to­nin schla­fen wir also tie­fer und ent­spann­ter.

War­um wir eigent­lich schla­fen, ist bis heu­te nicht voll­stän­dig geklärt. Sicher ist, dass wir schla­fen müs­sen, um zu über­le­ben. Man­geln­der Schlaf bzw. eine unter­bro­che­ne Tag/­Nacht-Rhyth­mik und der dadurch ver­ur­sach­te Man­gel an Mela­to­nin, ist mit einer Viel­zahl von Beschwer­den asso­zi­iert. Offen­sicht­lich sind sol­che Sym­pto­me wie Müdig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, Erschöp­fung und Ener­gie­man­gel. Ohne aus­rei­chend Mela­to­nin fin­den wir nicht in einen erhol­sa­men Schlaf.

Aber nicht nur der Schlaf wird ver­bes­sert, son­dern das Mela­to­nin sti­mu­liert wäh­rend der Tief­schlaf­pha­se auch das Wachs­tums­hor­mon Soma­to­tro­pin. Tre­ten Stö­run­gen bei der Mela­to­nin­pro­duk­ti­on auf, führt das zu einer vor­zei­ti­gen Soma­to­pau­se, ein Man­gel an Soma­to­tro­pin, der zu Mus­kel­ab­bau, Bin­de­ge­webs­schwä­che und Fett­auf­bau führt. Wir ken­nen die­sen Zustand aus den Wech­sel­jah­ren. Der Stoff­wech­sel wird lang­sa­mer, Mus­keln wer­den weni­ger und die Fett­pols­ter wach­sen an. Daher wird ein Mela­to­n­in­man­gel auch mit Über­ge­wicht, Fett­lei­big­keit und Adi­po­si­tas asso­zi­iert. Lan­ge Zeit wuss­te man nur, dass Men­schen, die nicht aus­rei­chend gut schla­fen, an Gewicht zuneh­men. Heu­te weiß man: Ein nied­ri­ger Mela­ton­in­spie­gel ist dafür ver­ant­wort­lich.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Mela­to­nin­ef­fekt liegt in sei­ner Wir­kung als Anti­oxi­dans. Mela­to­nin schützt das Gehirn vor frei­en Radi­ka­len (die beson­ders viel im Hoch­leis­tungs­or­gan Gehirn gebil­det wer­den), es schützt die Ner­ven­zel­len, indem es direkt in der Zel­le wirkt und es beein­flusst aktiv unse­re Gehirn­leis­tung: Haben wir über Nacht einen aus­rei­chend hohen Mela­ton­in­spie­gel, dann sind wir am Tag kon­zen­trier­ter, kön­nen uns Din­ge viel bes­ser mer­ken und sind all­ge­mein leis­tungs­fä­hi­ger. Die­ser Effekt wird in Ame­ri­ka auch bei der Behand­lung von Gehirn­er­kran­kun­gen, wie Demenz und Par­kin­son genutzt. Auch nach Schlag­an­fäl­len set­zen die Ame­ri­ka­ner Mela­to­nin ein, um das Gehirn mög­lichst umfang­reich zu schüt­zen und den Pati­en­ten schnell wie­der zu mehr Kon­zen­tra­ti­on, Wach­heit und Auf­merk­sam­keit zu ver­hel­fen. Der Hei­lungs­pro­zess der durch den Schlag­an­fall ent­stan­de­nen Schä­di­gun­gen kann durch das Anti­oxi­dans unter­stützt wer­den.

Aber nicht nur die Denk­leis­tung wird ver­bes­sert. Auch auf die Stim­mung hat Mela­to­nin einen Effekt: Jeder, der die Nacht über schlecht schläft, weiß, dass der nor­ma­le Tages­ab­lauf ohne erhol­sa­men Schlaf ein­fach anstren­gen­der ist. Man wird kurz­ner­vig, hat weni­ger Geduld, lei­det an Stim­mungs­schwan­kun­gen bis hin zu ech­ten Depres­sio­nen. Daher wird Mela­to­nin auch bei der Behand­lung von Depres­sio­nen ein­ge­setzt.Aber Mela­to­nin hat noch wei­te­re wich­ti­ge Vor­tei­le!

Wie Mela­to­nin in unse­rem Kör­per wirkt

Schlaf – Ein­schla­fen, Durch­schla­fen, Aus­schla­fen

Mela­to­nin lässt unse­re bio­lo­gi­sche Uhr gleich­mä­ßig ablau­fen und hilft, unse­re Schlaf­qua­li­tät deut­lich zu ver­bes­sern. In Eng­land ist es das am häu­figs­ten ver­schrie­be­ne Schlaf­mit­tel für Kin­der, – denn Mela­to­nin hat kei­ne Neben­wir­kun­gen.

Gehirn – Schutz, Denk­leis­tung, Kon­zen­tra­ti­on, Stim­mung

Das Gehirn kann durch unter­schied­li­che Ereig­nis­se geschä­digt wer­den. Zum Bei­spiel durch Schwer­me­tal­le, alters­be­ding­te Dege­ne­ra­ti­on, durch Ent­zün­dun­gen, Infek­tio­nen oder durch einen Schlag­an­fall.

Liegt die Schä­di­gung im Zwi­schen­hirn (Hypo­tha­la­mus), kann der nor­ma­le Schlaf-Wach-Rhyth­mus nach­hal­tig gestört wer­den. Die kör­per­ei­ge­ne Mela­to­nin­pro­duk­ti­on nimmt ab, mit fata­len Fol­gen: Das Gehirn ver­liert eine sei­ner stärks­ten Schutz­sub­stan­zen. Neben Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen und Müdig­keit sind auch Depres­sio­nen und Stim­mungs­schwan­kun­gen die Fol­ge. Wird der Man­gel an Mela­to­nin nicht beho­ben, dann nimmt das Hirn­vo­lu­men ab. Zudem erhöht sich das Demenz­ri­si­ko.

Mito­chon­dri­en – Ener­gie­man­gel, Müdig­keit

Mela­to­nin sti­mu­liert in den Mito­chon­dri­en (den Kraft­wer­ken der Zel­le) die Anti­oxi­da­ti­on und die Bil­dung von Glut­a­thion. Haben die Mito­chon­dri­en nicht aus­rei­chend Mela­to­nin zur Ver­fü­gung, kön­nen sie nicht effi­zi­ent arbei­ten. Dem Kör­per fehlt es an Ener­gie, Leis­tungs­fä­hig­keit und Fit­ness. Durch das feh­len­de Glut­a­thion wird zudem die kör­per­ei­ge­ne Ent­gif­tungs­leis­tung mini­miert.

Alte­rungs­pro­zes­se – Mus­kel­ab­bau, Schwä­che, Bin­de­ge­we­be

Nur mit aus­rei­chend Mela­to­nin bil­det der Kör­per genug Soma­to­tro­pin: Ein Hor­mon, wel­ches die Mus­keln und das Bin­de­ge­we­be auf­baut und stärkt. Nimmt der Mela­ton­in­spie­gel ab, sinkt auch der Soma­to­tro­pin­spie­gel und der Mus­kel­ab­bau beginnt. In den USA wird Mela­to­nin als das Mit­tel gegen Alte­rungs­pro­zes­se bewor­ben.

Immun­sys­tem – Abwehr­schwä­che

Nach einer Nacht ohne Schlaf ist die Akti­vi­tät der Kil­ler­zel­len um 28 % ver­rin­gert und die Anti­kör­per­bil­dung beein­träch­tigt. Nicht nur wir sind müde, son­dern auch unser Abwehr­sys­tem: Das Infek­ti­ons­ri­si­ko steigt!

Pan­kre­as – Über­ge­wicht, Dia­be­tes und Ver­dau­ungs­stö­run­gen

Auch die Bauch­spei­chel­drü­se hat Mela­to­nin-Rezep­to­ren (MT1 und MT2 Rezep­to­ren). Die­se haben einen Ein­fluss auf den gesam­ten Stoff­wech­sel, vor allem den Blut­zu­cker. Des­we­gen ist ein Man­gel an Mela­to­nin auch mit Dia­be­tes, Adi­po­si­tas und Ver­dau­ungs­stö­run­gen asso­zi­iert.

Ent­gif­tungs­leis­tung – Ent­gif­tet Fettsenker/Statine und Zell­gif­te

Mela­to­nin ver­hin­dert die Toxi­zi­tät von Medi­ka­men­ten und mini­miert deren Neben­wir­kun­gen, beson­ders bei Cho­le­ste­rin­sen­kern. Aber auch anfal­len­de Zell­gif­te, die bei nor­ma­len Stoff­wech­sel­pro­zes­sen ent­ste­hen, wer­den durch Mela­to­nin schnel­ler eli­mi­niert. Es ist ein sehr star­kes Anti­oxi­dans. Durch die Anre­gung der Glut­a­thion­bil­dung in der Zel­le wird die gesam­te Ent­gif­tungs­leis­tung ver­bes­sert!

War­um wir einen Mela­to­n­in­man­gel haben

Nach Anga­ben der Inter­na­tio­nal Dark Sky Asso­cia­ti­on leben 99 % der Bevöl­ke­rung Euro­pas unter einem licht­ver­schmutz­ten Him­mel. Bei uns in Deutsch­land sieht man auch in wol­ken­lo­sen Näch­ten kaum noch Ster­ne am Him­mel. In den Städ­ten sind es kaum mehr als 300 Ster­ne, die wir noch erken­nen kön­nen. Frü­her waren es rund 2.500 Ster­ne – mit blo­ßem Auge erkenn­bar.

Das künst­li­che Licht, aus­ge­hend von Stra­ßen­la­ter­nen, beleuch­te­ten Wer­be­ta­feln, Schau­fens­tern, Auto­schein­wer­fern und den eige­nen Wohn­zim­mern erleuch­tet unse­re Stra­ßen.

Auch zu Hau­se haben wir ver­schie­dens­te Licht­quel­len: Nacht­tisch­lam­pen am Bett, Fern­se­her oder Com­pu­ter benut­zen wir häu­fig, wenn es drau­ßen schon dun­kel ist und wir uns ent­span­nen wol­len.

Die­se eige­ne Bestrah­lung mit Licht am Abend führt dazu, dass das Gehirn die Mela­to­nin­pro­duk­ti­on ein­stellt. Ein Licht­ein­fall (und sei er auch nur kurz, z. B. bei einem nächt­li­chen Toi­let­ten­gang) führt zu einem sofor­ti­gen Pro­duk­ti­ons­stopp von Mela­to­nin.

Daher ist der nächt­li­che Mela­to­nin­an­stieg oft nicht gewähr­leis­tet. Gera­de mit zuneh­men­dem Alter, wenn die Mela­to­nin­pro­duk­ti­on abnimmt, ist es schwer, einen aus­rei­chen­den Mela­ton­in­spie­gel zu errei­chen. Die Wir­kung von Mela­to­nin lässt nach. Mit all den Fol­gen eines Man­gels.

Beschwer­den durch Mela­to­n­in­man­gel

  • Erschöp­fung, Ener­gie­man­gel, Müdig­keit und Antriebs­lo­sig­keit
  • Auf­merk­sam­keits­de­zit, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen
  • Depres­sio­nen
  • Erhöh­tes Demenz- bzw. Alz­hei­mer­ri­si­ko
  • Ver­min­de­rung des Hirn­vo­lu­mens
  • Das Herz­in­farkt­ri­si­ko steigt, der Blut­druck steigt
  • Immun­schwä­che und häu­fi­ge Infek­tio­nen
  • Fett­lei­big­keit und Adi­po­si­tas
  • Beein­träch­ti­gung der Leber­ent­gif­tung Stoff­wech­sel­stö­rung (vor allem der Leber und der Bauch­spei­chel­drü­se)
  • Erhöh­tes Krebs­ri­si­ko
Eine Rück­kehr zu Beleuch­tungs­ver­hält­nis­sen wie vor der Elek­tri­fi­zie­rung ist weder mög­lich noch wün­schens­wert. Natür­lich hat Licht enor­me Vor­tei­le in der Dun­kel­heit. Genau des­halb ist es aber umso wich­ti­ger zu sehen, wie man die nega­ti­ven Effek­te ver­mei­det.

Jeder soll­te sich sel­ber fol­gen­de Fra­gen stel­len:

  • Schla­fe ich abends schlecht ein?
  • Lei­de ich an Ein- oder Durch­schlaf­stö­run­gen?
  • Mache ich nachts gele­gent­lich das Licht an (z. B. für einen Toi­let­ten­gang)?
  • Füh­le ich mich mor­gens nicht aus­rei­chend erholt und aus­ge­ruht?
  • Lei­de ich unter Erschöp­fung und Tages­mü­dig­keit?
  • Bin ich mit mei­ner Gedächt­nis­leis­tung unzu­frie­den?
  • Lei­de ich an Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen?
  • Habe ich bereits eine Gehirn­er­kran­kung wie Demenz oder Par­kin­son?
  • Habe ich einen Schlag­an­fall hin­ter mir oder habe ich ein erhöh­tes Schlag­an­fall­ri­si­ko?
  • Habe ich Gewicht zuge­nom­men?
  • Nimmt mei­ne Mus­kel­mas­se ab?

Je mehr Fra­gen wir uns mit „Ja“ beant­wor­ten kön­nen, des­to wahr­schein­li­cher ist es, dass wir unter der Licht­ver­schmut­zung und dem damit ein­her­ge­hen­den Mela­to­n­in­man­gel lei­den.

Wenn Sie sich nicht sicher sind: Mes­sen Sie ein­fach Ihren Mela­ton­in­spie­gel!

Prof. Rus­sel Rei­ter und der Umwelt­me­di­zi­ner Klaus-Diet­rich Runow im Gespräch

Klaus-Diet­rich Runow
Prof. Rus­sel J. Rei­ter

Pro­fes­sor Rus­sel J. Rei­ter gilt als pro­fi­lier­tes­ter For­scher des Mela­to­nin. Pro­fes­sor Rei­ter beschäf­tigt sich seit über 5 Jahr­zehn­ten mit der Wir­kung von Mela­to­nin und hat zahl­rei­che Fach­in­for­ma­tio­nen publi­ziert.

Sei­ne For­schungs­er­geb­nis­se sind eine abso­lu­te Grund­la­ge in der heu­ti­gen Mela­to­n­in­for­schung. Das Erken­nen der Zusam­men­hän­ge von Mela­to­n­in­man­gel und Erkran­kun­gen wie Demenz sind sein Ste­cken­pferd.

Im Inter­view mit Klaus-Diet­rich Runow, Umwelt­me­di­zi­ner und Autor des Buches „Wenn Gif­te auf die Ner­ven gehen“, erläu­tert Pro­fes­sor Rei­ter die Wir­kung von Mela­to­nin auf die Zel­le und unse­ren Tag-Nacht-Rhyth­mus, den Nut­zen von Mela­to­nin zur Schlaf­för­de­rung und bei Krebs, bei neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ven Erkran­kun­gen und Ent­zün­dun­gen sowie zur Ent­gif­tung, eben­so wie die Fra­ge der rich­ti­gen Dosie­rung, und ob Kin­der, Schwan­ge­re oder Men­schen mit Auto­im­mun­erkran­kun­gen Mela­to­nin neh­men kön­nen.

Ein Gespräch unter Exper­ten

Was ist Mela­to­nin?

Runow: Pro­fes­sor Rei­ter hat einen Lehr­stuhl in San Anto­nio, Texas inne und hat bereits 1965, nur 7 Jah­re nach der Ent­de­ckung des Mela­tonins, in der renom­mier­ten Fach­zeit­schrift Sci­ence sei­ne ers­te For­schungs­ar­beit zu die­sem The­ma ver­öf­fent­licht.

Er ist also seit über 50 Jah­ren auf die­sem Gebiet aktiv und viel unter­wegs, daher bin ich froh, dass wir heu­te die Gele­gen­heit haben, ihm wich­ti­ge Fra­gen zu stel­len. Zunächst die Fra­ge: Was ist Mela­to­nin eigent­lich? Ist es eine Mode­dro­ge?

Rei­ter: Mela­to­nin ist ein sehr altes Mole­kül, das in allen Orga­nis­men von Bak­te­ri­en bis hin zum Men­schen vor­kommt. Wir schät­zen sein Alter auf 3,2 Mil­li­ar­den Jah­re, und im Lau­fe der Evo­lu­ti­on hat es vie­le wich­ti­ge Funk­tio­nen ange­nom­men. Es wird im Gehirn gebil­det, genau­er in der Zir­bel­drü­se, und gelangt von dort ins Blut und in unse­ren gesam­ten Kör­per.

Es hat wich­ti­ge Steu­er­funk­tio­nen im Bereich der cir­ca­dia­nen Rhyth­men, also des Tag-Nacht-Rhyth­mus. Es ist sehr wich­tig für den all­ge­mei­nen Stoff­wech­sel, und es ist ins­be­son­de­re ein sehr gutes Anti­oxi­dans. Es ist ein viel­sei­ti­ges Mole­kül, das ganz grund­sätz­lich die Zell­ge­sund­heit ver­bes­sert und die Organ­funk­ti­on unter­stützt, und somit unse­ren all­ge­mei­nen Gesund­heits­zu­stand ver­bes­sert.

Mela­to­nin und der Tag-Nacht-Rhyth­mus – Licht­ver­schmut­zung und sozia­ler Jet­lag

Runow: Der Tag-Nacht-Rhyth­mus wird durch Licht­ver­schmut­zung gestört – Sie ver­wen­den auch das Wort Licht­miss­brauch.

Lichtverschmutzung

Rei­ter: Dies ist welt­weit ein wich­ti­ges The­ma. Im Lau­fe der Evo­lu­ti­on waren wir Men­schen dem Wech­sel von Hell und Dun­kel durch Son­nen­auf- und -unter­gang aus­ge­setzt. Dun­kel­heit ist prak­tisch der Takt­ge­ber für die Zir­bel­drü­se im Gehirn, um Mela­to­nin zu pro­du­zie­ren. Durch die Ein­füh­rung von künst­li­chem Licht erlebt prak­tisch nie­mand wirk­lich die bis zu 15 Stun­den Dun­kel­heit, die wir hier­zu­lan­de je nach Jah­res­zeit haben. Wir redu­zie­ren die Mela­to­nin­pro­duk­ti­on in der Nacht auf den Zeit­raum, den wir tat­säch­lich im Dun­keln ver­brin­gen und lei­den unter einem rela­ti­ven Mela­to­n­in­man­gel.

Runow: Alle wei­ßen Licht­quel­len haben blaue Antei­le, Wel­len­län­gen zwi­schen 470 und 475 Nano­me­tern, die dem Gehirn sagen: Stopp, es ist jetzt Tag, kein Mela­to­nin pro­du­zie­ren. Die Abwe­sen­heit von Blau signa­li­siert, jetzt bit­te Mela­to­nin pro­du­zie­ren. Daher soll­te es in der Nacht dun­kel sein, stock­dun­kel.

Rei­ter: Ja, selbst das Licht von Han­dys, blaue Lämp­chen in Hotel­zim­mern oder für Kin­der, damit sie sich nicht vor der Dun­kel­heit fürch­ten, sen­den unse­rem Hirn in der Nacht die fal­sche Bot­schaft. Mond­licht ist übri­gens ent­ge­gen ver­brei­te­ter Mei­nung nicht blau, son­dern gelb­lich-weiß, und die Beleuch­tungs­stär­ke durch den Voll­mond liegt nur bei ca. 0,0002 % der Beleuch­tungs­stär­ke der Son­ne zur Mit­tags­zeit, wobei gera­de die kür­ze­ren, blau­en Wel­len­län­gen beim Mond­licht stär­ker abge­schwächt wer­den. Im Lau­fe der Evo­lu­ti­on war Licht 4 Mil­lio­nen Jah­re lang gleich­be­deu­tend mit Tag. Jetzt bedeu­tet Licht nicht mehr Tag und das wird zum Pro­blem.

Runow: Das möch­te ich mir auf der nach­fol­gen­den Gra­fik anschau­en. Wenn es dun­kel wird, dann pro­du­ziert die Zir­bel­drü­se Mela­to­nin, den Nacht­si­gnal­ge­ber, der unse­rem Gehirn sagt, du musst zur Ruhe kom­men. Im Lauf der Nacht fällt der Mela­ton­in­spie­gel dann wie­der ab. Die­ser Rhyth­mus ist enorm wich­tig und die Ent­rhyth­mi­sie­rung ein gro­ßes Pro­blem unse­rer Zeit.

Rei­ter: Unter der Woche haben wir meist einen regel­mä­ßi­gen Hell-Dun­kel-Rhyth­mus. Wir gehen viel­leicht um 22 oder 23 Uhr zu Bett und ste­hen um 6 oder 7 Uhr wie­der auf. Am Wochen­en­de blei­ben vie­le Leu­te jedoch bis 2 Uhr früh oder noch län­ger auf. Dies ist eine anor­ma­le pho­to­pe­ri­odi­sche Umge­bung für Men­schen. Wir sind hier­für nicht kon­stru­iert. Das ist dann genau­so, wie ich einen Jet­lag habe, weil ich von den USA nach Euro­pa gereist bin. So gibt es auch das, was man sozia­len Jet­lag nennt, weil man abends zu lan­ge auf­bleibt.

 

Plasmaspiegel künstliche Beleuchtung

Plas­ma-Mela­to­nin-Spie­gel unter nor­ma­ler heu­ti­ger Licht­ein­wir­kung.

 

Plasmaspiegel Melatonin ohne Kunstlicht

Plas­ma-Mela­ton­in­spie­gel ohne frem­de Licht­quel­len.

Mit freund­li­cher Geneh­mi­gung von Geno­va Dia­gnostics, aus Runow:
Krebs – eine Umwelt­krank­heit? Risi­ko mini­mie­ren – The­ra­pie opti­mie­ren
(Süd­west Ver­lag Mün­chen 2013, S. 232)

Runow: Das ist sehr inter­es­sant, die­ser Begriff sozia­ler Jet­lag. Man kommt aus dem bio­lo­gi­schen Rhyth­mus, das bedeu­tet, dass man­che Men­schen dann am Wochen­en­de auch Beschwer­den haben.

Rei­ter: Genau. Dies ist aber auch noch an ande­rer Stel­le rele­vant. In Deutsch­land arbei­ten, wie in vie­len ande­ren Indus­trie­län­dern, etwa 25 – 30 % der Bevöl­ke­rung in Nacht­schicht, sie arbei­ten nachts bei Licht. Am Wochen­en­de ver­su­chen die­se Men­schen übli­cher­wei­se ihren Hell-Dun­kel-Rhyth­mus dem der übri­gen Bevöl­ke­rung anzu­pas­sen. Die­se stän­di­ge Ver­schie­bung von Licht- und Dun­kel­pha­sen wirkt sich sehr stark aus, weil sie unser Mela­to­nin unter­drückt, unse­re cir­ca­dia­nen Rhyth­men stört, und wir wis­sen heu­te, dass die­se Stö­rung des Hell-Dun­kel-Zyklus phy­sio­lo­gi­sche Fol­gen hat.

Mela­to­nin und Krebs – Prä­ven­ti­on und The­ra­pie

Runow: Wir wis­sen heu­te, dass das Arbei­ten in Nacht­schicht mit einer erhöh­ten Krebs­ra­te asso­zi­iert ist. Wie ist die Rol­le des Mela­tonins bei Krebs in der Prä­ven­ti­on und in der The­ra­pie?

Rei­ter: Man kennt die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen eines gestör­ten Tag-Nacht-Rhyth­mus heu­te sehr genau. Dazu gehört auch ein erhöh­tes Krebs­ri­si­ko: bei Frau­en, die in Nacht­schicht arbei­ten, für Brust­krebs, bei Män­nern für Pro­sta­ta­krebs. Wir wis­sen, dass Mela­to­nin eine star­ke Anti-Krebs-Wir­kung hat. Der Licht­miss­brauch, zu dem die­se Men­schen genö­tigt wer­den, unter­drückt die Mela­to­nin­pro­duk­ti­on und führt so zu einem erhöh­ten Krebs­ri­si­ko.

Runow: Kann man Mela­to­nin Krebs­pa­ti­en­ten also emp­feh­len oder wie sieht es mit dem Ein­satz von Mela­to­nin wäh­rend der Che­mo­the­ra­pie aus?

Rei­ter: Mela­to­nin ist ein Mole­kül mit einer ein­zig­ar­ti­gen, zell­spe­zi­fi­schen Funk­ti­on. Es löst in Krebs­zel­len Apo­pto­se aus, hilft also, die­se abzu­tö­ten, wäh­rend es in nor­ma­len Zel­len Apo­pto­se ver­hin­dert, ihnen also hilft, zu über­le­ben.

Die Anti-Krebs-Wir­kung von Mela­to­nin ist also zwei­fach: einer­seits hilft es direkt, Krebs­zel­len zu töten, ande­rer­seits erhöht es die krebs­zellt­ö­ten­de Wir­kung von Che­mo­the­ra­peu­ti­ka, indem es deren Toxi­zi­tät in Nicht-Krebs­zel­len ver­rin­gert und dazu führt, dass man eine höhe­re Dosie­rung ver­ab­rei­chen kann.

Che­mo­the­ra­peu­ti­ka sind übli­cher­wei­se hoch­toxi­sche Medi­ka­men­te. Das müs­sen sie sein, um die Tumor­zel­len abzu­tö­ten. Aber sie haben natür­lich auch nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf ande­re Orga­ne. Doxo­ru­bicin z. B. ist stark kar­dio­to­xisch auf­grund von frei­en Radi­ka­len. Hier gibt man Mela­to­nin als Anti­oxi­dans. Es schützt das Herz vor der toxi­schen Wir­kung des Medi­ka­ments, so dass man Doxo­ru­bicin in einer höhe­ren Dosie­rung ein­set­zen kann, um die Krebs­zel­len abzu­tö­ten, wäh­rend es nun für die Herz­zel­len weni­ger toxisch wirkt.

In den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren gab es durch Mela­to­nin auch einen Durch­bruch bei eini­gen the­ra­pie­re­sis­ten­ten Krebs­ar­ten, bei denen Che­mo­the­ra­peu­ti­ka nichts aus­rich­ten. Gibt man vor­ab jedoch Mela­to­nin, sind die Krebs­zel­len emp­find­li­cher und die Che­mo­the­ra­peu­ti­ka wir­ken bes­ser. Den Mecha­nis­mus ver­ste­hen wir noch nicht, aber die Erkennt­nis ist wirk­lich wich­tig, denn wenn ein Krebs nicht the­ra­pier­bar ist, kann man sonst nicht viel machen.

Ent­gif­tung und Zell­schutz­funk­ti­on – Mito­chon­dri­en und Mem­bra­nen, Mela­to­nin als Anti­oxi­dans, Medi­ka­men­ten­ein­nah­me und die Leber

Runow: Mela­to­nin ist also ein wich­ti­ger Bestand­teil nicht nur der Krebs­prä­ven­ti­on, son­dern auch bei der Che­mo­the­ra­pie. Wenn wir schon von Medi­ka­men­ten spre­chen, was ist, wenn wir Medi­ka­men­te wie Blut­druck­mit­tel, Beta­blo­cker oder Schmerz­mit­tel neh­men? Was hat das für eine Aus­wir­kung im Kör­per und auf unse­ren Mela­ton­in­spie­gel?

Rei­ter: Wir wis­sen natür­lich, dass eine gan­ze Rei­he von Medi­ka­men­ten, ins­be­son­de­re Beta­blo­cker, Ben­zo­dia­ze­pi­ne und eini­ge ande­re, die Mela­to­nin­pro­duk­ti­on im Kör­per ver­rin­gern. Da Mela­to­nin wie gesagt in der Zel­le so vie­le Auf­ga­ben hat, die kri­tisch für eine nor­ma­le Zell­funk­ti­on sind, hat eine ver­rin­ger­te Mela­to­nin­pro­duk­ti­on bedeut­sa­me Aus­wir­kun­gen, und natür­lich wer­den durch die Ein­nah­me die­ser Medi­ka­men­te so lei­der die Zel­len im gan­zen Kör­per beein­träch­tigt.

Runow: Die Zell­schutz­funk­ti­on des Mela­tonins ist ja eng an sei­ne Rol­le in den Mito­chon­dri­en gekop­pelt. Mito­chon­dri­en sind extrem wich­ti­ge Struk­tu­ren, qua­si klei­ne Atom­kraft­wer­ke in allen Zel­len. Wenn sie gestört sind, bekom­men wir ganz dif­fu­se Sym­pto­me, die oft auch mit psy­chi­schen Reak­tio­nen ver­wech­selt oder fehl­ge­deu­tet wer­den. Des­we­gen ist es wich­tig, die Mito­chon­dri­en zu unter­stüt­zen. In der Umwelt­me­di­zin set­zen wir hier­für Sub­stan­zen ein, die die Mito­chon­dri­en­mem­bra­nen schüt­zen, wie Car­ni­tin, Alpha-Lipon­säu­re, Glut­a­thion, Coen­zym Q10 – oder eben Mela­to­nin.

Rei­ter: Natür­lich ent­hält jede leben­de Zel­le Mito­chon­dri­en, durch­schnitt­lich etwa 1.500 von ihnen, zur Pro­duk­ti­on von Ener­gie in Form von ATP, das jede ein­zel­ne Zel­le benö­tigt. Wir wis­sen, dass Mela­to­nin in den Mito­chon­dri­en ange­rei­chert ist. Dort wan­dern bei der ATP-Pro­duk­ti­on Elek­tro­nen ent­lang der Atmungs­ket­te, wodurch freie Radi­ka­le ent­ste­hen. Mela­to­nin als Anti­oxi­dans ver­hin­dert die Schä­den, die die­se frei­en Radi­ka­le in den Mito­chon­dri­en sonst anrich­ten wür­den. Die wich­tigs­te Auf­ga­be von Mela­to­nin in der Zel­le ist viel­leicht, die Funk­ti­on der Mito­chon­dri­en als ATP-Pro­du­zen­ten zu erhal­ten. Es schützt die Mito­chon­dri­en vor dem Zer­fall. Wenn die Mito­chon­dri­en zer­fal­len, stirbt auch die Zel­le.

Runow: Dann haben wir Fuku­shi­ma in unse­ren klei­nen Zell-Atom­kraft­wer­ken.

Rei­ter: In der Tat. Wenn man beginnt, die Mem­bra­nen der Zel­le oder der Mito­chon­dri­en zu zer­stö­ren, ändert sich deren Funk­ti­on dra­ma­tisch. Die Mem­bra­nen der Zel­len bestehen im Wesent­li­chen aus Lipi­den. Zusätz­lich ent­hal­ten die Zell­mem­bra­nen Rezep­to­ren, Trans­port­mo­le­kü­le und vie­les mehr. Wer­den die Mem­bran­li­pi­de oxi­diert, zer­stört dies die essen­ti­el­len Funk­tio­nen der Zel­le.

Die Mem­bra­nen der Mito­chon­dri­en sind aus den glei­chen Bestand­tei­len auf­ge­baut wie die Mem­bra­nen der Zel­le. Wenn man also Lipid­per­oxi­da­ti­on ver­hin­dert und damit die Mem­bra­nen schützt, hat man der Zel­le als Gan­zes einen gro­ßen Dienst erwie­sen.

Runow: Also ist das Bes­te, was man als Umwelt- und Nähr­stoff­me­di­zi­ner tun kann, unse­re Zell­mem­bra­nen mit Hil­fe natür­li­cher Sub­stan­zen zu schüt­zen. Cho­le­ste­rin ist ein wich­ti­ger Bau­stein für alle Mem­bra­nen. Lei­der hat sich in der Main­stream bzw. Schul­me­di­zin der Ein­satz von Cho­le­ste­rin­sen­kern wie z. B. Sta­ti­nen eta­bliert. Was hal­ten Sie hier­von?

Rei­ter: Nun, es ist wohl­be­kannt, dass man bei der Ein­nah­me von Sta­ti­nen regel­mä­ßi­ge Leber­funk­ti­ons­tests durch­füh­ren muss. Vie­le Medi­ka­men­te wer­den in der Leber ver­stoff­wech­selt, so auch Sta­ti­ne. Dabei ent­ste­hen freie Radi­ka­le, die die Leber schä­di­gen, daher die Tests. Mei­ner Ansicht nach wür­de es Sinn machen, wenn man Sta­ti­ne ein­nimmt, dies in Kom­bi­na­ti­on mit Mela­to­nin zu tun. Mela­to­nin beein­flusst die Wir­kung die­ser Medi­ka­men­te nicht, aber auch hier ver­hin­dert bzw. redu­ziert es die Toxi­zi­tät von Medi­ka­men­ten, so dass sie kei­ne schäd­li­chen Neben­wir­kun­gen haben.

Runow: Ich per­sön­lich bin kein Freund des Ein­sat­zes von Cho­le­ste­rin­sen­kern wie z. B. Sta­ti­nen. Wenn aber Pati­en­ten auf­grund einer – etwa gene­tisch beding­ten – Stö­rung des Fett­stoff­wech­sels wirk­lich Sta­ti­ne ein­neh­men müs­sen, soll­ten wir par­al­lel hier­zu unbe­dingt auch Mela­to­nin und ande­re Mem­bran­schutz­sub­stan­zen wie Coen­zym Q10 ein­set­zen, um die toxi­sche Wir­kung die­ser Medi­ka­men­te abzu­fe­dern.

Rei­ter: Ver­stoff­wechs­lung von Medi­ka­men­ten und Alko­hol in der Leber setzt freie Radi­ka­le frei, was im Über­maß kei­ner Zel­le gut tut. Die Gabe von Mela­to­nin kann die toxi­schen Radi­ka­le weg­fan­gen und neu­tra­li­sie­ren und das Organ so vor Schä­den bewah­ren.

Runow: Die Leber ist ein wich­ti­ges Organ zur Ent­gif­tung und Ziel­or­gan der Umwelt­me­di­zin, – also gehört Mela­to­nin für mei­ne Begrif­fe in die Umwelt­me­di­zin unbe­dingt hin­ein.

Mela­to­nin bei Auto­im­mun­erkran­kun­gen

Runow: Nun zu einem ande­ren Punkt. Was wür­den Sie einem Pati­en­ten mit einer Auto­im­mun­erkran­kung wie Mul­ti­pler Skle­ro­se raten, der wis­sen möch­te, ob er Mela­to­nin ein­neh­men darf oder ob dies kon­tra­in­di­ziert ist?

Rei­ter: Das ist eine sehr span­nen­de Fra­ge. Da Mela­to­nin das Sys­tem hoch­re­gu­liert, und bei Auto­im­mun­erkran­kun­gen das Immun­sys­tem bereits hoch­re­gu­liert ist, wür­de man anneh­men, dass Mela­to­nin in dem Fall nicht hilf­reich ist. Aber die For­schungs­er­geb­nis­se deu­ten auf das Gegen­teil hin. In allen bis­her getes­te­ten Model­len für Auto­im­mun­erkran­kun­gen und auch bei eini­gen Stu­di­en an Men­schen hat sich Mela­to­nin als hilf­reich erwie­sen, zum Bei­spiel bei Lupus ery­the­ma­to­des, einer klas­si­schen Auto­im­mun­erkran­kung. Ich wür­de sagen, dass man in die­sem Fall nicht grund­sätz­lich auf Mela­to­nin ver­zich­ten muss, aber vor­sich­ti­ger bei der Gabe sein soll­te, und sich des­sen bewusst sein muss, dass es zu einer Stö­rung kom­men kann.

Runow: Genau, und falls eine Ver­schlim­me­rung ein­tritt, natür­lich sofort auf­hö­ren, Mela­to­nin zu geben. Aber die Ergeb­nis­se der Expe­ri­men­te las­sen nicht erwar­ten, dass dies der Fall sein soll­te. Da es jedoch eine Viel­zahl von Auto­im­mun­erkran­kun­gen gibt, kann man nicht ganz sicher sein und soll­te in sol­chen Fäl­len doch mehr beob­ach­ten, viel­leicht auch mehr mes­sen (z. B. mit Spei­chel­ana­ly­sen).

Mela­ton­in­spie­gel – Mess­bar­keit, gene­ti­sche Deter­mi­nie­ren, Abnah­me im Alter, Neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­on

Rei­ter: Es wäre natür­lich immer von Vor­teil zu wis­sen, wie viel Mela­to­nin man pro­du­ziert, bevor man anfängt es zu neh­men. Aber das lässt sich nicht so leicht fest­stel­len, denn, um opti­ma­le Ergeb­nis­se zu erzie­len, muss man nicht nur 3 mal am Tag eine Spei­chel- oder Blut­pro­be neh­men, son­dern die nächt­li­che Mes­sung muss im Dun­keln erfol­gen, und das ist enorm unprak­tisch. Sonst erhält man lei­der kei­ner­lei aus­sa­ge­kräf­ti­ge Ergeb­nis­se.

Runow: Las­sen Sie uns die­se Kur­ve anschau­en. Unser Mela­ton­in­spie­gel fällt im Lau­fe des Lebens stark ab. Wie wirkt sich das auf das Gehirn aus?

Rei­ter: Nun, die wich­tigs­te Theo­rie geht davon aus, dass der Alte­rungs­pro­zess eine Fol­ge von oxi­da­ti­vem Stress ist, von im Lau­fe des Lebens in den Zel­len ange­sam­mel­ter Zer­stö­rung durch freie Radi­ka­le. Wir wis­sen, dass Mela­to­nin ein sehr gutes Anti­oxi­dans ist. Der Ver­lust des Mela­tonins im Alter könn­te dazu füh­ren, dass unse­re Zel­len mehr oxi­da­ti­vem Stress aus­ge­setzt sind. Man weiß z. B., dass unse­re Sys­te­me ein­schließ­lich der Mito­chon­dri­en weni­ger effi­zi­ent sind, wenn wir altern, da sie oxi­da­tiv geschä­digt sind. Wenn man also die­se Schä­di­gung ver­hin­dern kann, gibt es star­ke Hin­wei­se dar­auf, dass dies auch den Zahn der Zeit auf­hal­ten kann.

Runow: Im Lau­fe des Älter­wer­dens ver­lie­ren wir eine wich­ti­ge Schutz­sub­stanz und es kommt zur oxi­da­ti­ven Zer­stö­rung der Zell­mem­bra­nen. Eine Kol­le­gin hat ein­mal for­mu­liert, wir wer­den nicht alt, wir wer­den ran­zig. Das heißt, durch die Lipid­per­oxi­da­ti­on wer­den die Fet­te der Zell­mem­bra­nen ran­zig, sie wer­den zer­stört, und das bedeu­tet Altern. Und die­se Alte­rungs­pro­zes­se wir­ken viel stär­ker, wenn die Schutz­sub­stanz fehlt. Wie wir hier auf der Gra­fik sehen, ist in der Alters­grup­pe 80 – 86 der Mela­ton­in­spie­gel sehr nied­rig. Das ist die Alters­grup­pe, in der Alz­hei­mer und ande­re neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ve Erkran­kun­gen sehr stark auf­tre­ten.

Abfall des Mela­ton­in­spie­gels im Alter

Abfall des Melatoninspiegels im Alter

Quel­le: Prof. Rus­sel Rei­ter, Uni­ver­si­tät San Anto­nio, Texas, USA (2007)

Rei­ter: Das Dia­gramm (oben) erläu­tert im Übri­gen auch, dass unser Mela­ton­in­spie­gel gene­tisch bestimmt ist. Als jun­ge Men­schen haben die meis­ten von uns einen hohen nächt­li­chen Mela­to­nin-Peak. Aber man­che Men­schen pro­du­zie­ren mit 25 schon jede Nacht weni­ger Mela­to­nin als ande­re noch mit 50, und dies nimmt im Lauf des Alters noch ab. Die Fra­ge ist, ob die­se Men­schen, die nur wenig Mela­to­nin pro­du­zie­ren, ein höhe­res Risi­ko haben, an Krebs oder neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ven Erkran­kun­gen zu lei­den. Im Tier­ver­such ist dies der Fall. Also soll­ten gera­de die­se Men­schen viel­leicht Mela­to­nin neh­men. Dies ist ein wei­te­rer Grund, wes­halb es gut wäre, die Mela­to­nin­pro­duk­ti­on des eige­nen Kör­pers zu ken­nen, auch wenn sie schwie­rig zu mes­sen ist.

Mela­to­nin und Schlaf­stö­run­gen bei Kin­dern

Runow: Hier ist natür­lich noch wei­te­re For­schung nötig. Aber bei dem gesam­ten Wis­sen, das man heu­te, nach 50 Jah­ren zur Ver­fü­gung hat, kann man schon sagen, Mela­to­nin ist eine wich­ti­ge prä­ven­tiv­me­di­zi­ni­sche Kom­po­nen­te, die unbe­dingt in eine ernäh­rungs- und umwelt­me­di­zi­ni­sche Behand­lung gehört. Ich wür­de gern das The­ma Kin­der anspre­chen. Manch­mal hört man, man sol­le bei der Behand­lung von Kin­dern mit Mela­to­nin vor­sich­tig sein. Was den­ken Sie dar­über?

Rei­ter: Das am häu­figs­ten ver­schrie­be­ne Medi­ka­ment bei Schlaf- stö­run­gen in Groß­bri­tan­ni­en ist tat­säch­lich Mela­to­nin für Kin­der. Der Ein­satz bei Kin­dern ist also weit ver­brei­tet, und es gibt kei­nen ein­zi­gen Bericht, dass dies die Ent­wick­lung der Kin­der ver­än­dert hät­te.

Im Bezug auf Schwan­ger­schaft ist man natür­lich bei jedem Medi­ka­ment vor­sich­ti­ger als sonst. 1999 war Mela­to­nin in den USA bereits frei ver­füg­bar, und so hat sei­ner­zeit das Natio­nal Insti­tu­te for Envi­ron­men­tal Health Sci­en­ces, das natio­na­le Insti­tut für Umwelt­ge­sund­heits­wis­sen­schaf­ten, eine sehr umfang­rei­che Stu­die in Auf­trag gege­ben, bei der schwan­ge­ren Tie­ren, nicht Men­schen, Mela­to­nin in ver­schie­de­nen Dosen ver­ab­reicht wur­de, um die Aus­wir­kun­gen auf die Föten zu unter­su­chen. Die Dosie­rung ging von sehr gering bis hin zu extrem hoch, 200 mg pro kg. Heu­te ist eine übli­che Dosis z. B. 1 – 10 mg pro Per­son und Tag, also stel­len Sie sich vor, wie viel im Ver­gleich 200 mg pro kg sind! Am Ende der Schwan­ger­schaft die­ser Tie­re wur­den die Föten unter­sucht, auf ihre Anzahl, etwai­ge Defek­te, bio­che­mi­sche Abwei­chun­gen. Es gab kei­ner­lei Hin­weis dar­auf, dass selbst die höchs­ten Mela­ton­in­do­sen in irgend­ei­ner Form toxisch waren.

In der Fol­ge gab es vie­le Stu­di­en, die mitt­ler­wei­le dar­auf hin­deu­ten, dass Schwan­ge­re viel­leicht sogar Mela­to­nin ein­neh­men soll­ten. Ich selbst behaup­te dies noch nicht. Aber es gibt bis­her kei­ne Gegen­an­zei­gen für die Ein­nah­me von Mela­to­nin in der Schwan­ger­schaft. Es kann sein, dass sich Mela­to­nin im Gegen­teil sogar als hilf­reich erwei­sen wird.

Dosie­rung von Mela­to­nin

Runow: Kei­ne Toxi­zi­tät, dies ist ein wich­ti­ger Punkt. Bei jeder Sub­stanz wird in der Wis­sen­schaft die LD50 bestimmt, die Letal­do­sis 50. So heißt die Men­ge einer Sub­stanz, die 50 % der Ver­suchs­tie­re tötet. Es gibt bei allen Sub­stan­zen eine Men­ge, die genau die­se Wir­kung hat. Bei Mela­to­nin jedoch gibt es kei­ne Letal­do­sis, die 50 % der Tie­re tötet, eben noch nicht ein­mal ein Tier. Nun wol­len wir zu guter Letzt noch über die Dosie­rung spre­chen.

Rei­ter: Ja, lei­der gibt es recht weni­ge Lang­zeit­stu­di­en beim Men­schen. Aber obwohl die Fra­ge der Dosie­rung immer wich­tig ist, ist sie bei Mela­to­nin nicht so kri­tisch, weil es kei­ne Men­ge gibt, die toxisch wäre. 1 – 3 mg sind im all­ge­mei­nen eine Dosis, die zu einem leicht erhöh­ten Mela­to­nin-Peak im Blut führt und den Schlaf för­dert. Bei man­chen Men­schen reicht dies nicht aus, sie benö­ti­gen 5 mg. Das ist die übli­che Dosie­rung. Ich gehe aber davon aus, dass in Zukunft älte­re Men­schen höhe­re Mela­ton­in­do­sen gegen den Zahn der Zeit ein­neh­men wer­den, um die Wir­kung der frei­en Radi­ka­le aus­zu­brem­sen. Auch wenn z. B. ein älte­rer Mensch die ers­ten Sym­pto­me von Alz­hei­mer zeigt, einer Erkran­kung, die ja stark mit frei­en Radi­ka­len zusam­men­hängt, kann ich mir wegen der star­ken Zer­stö­rung höhe­re Dosen vor­stel­len, aber das ist Zukunfts­mu­sik.

Runow: Auch ich emp­feh­le mei­nen Pati­en­ten eine Dosie­rung von 1 – 3 mg oder wenn nötig auch 5 mg. Das hebt den phy­sio­lo­gi­schen Mela­ton­in­spie­gel etwas an und zeigt schon wirk­lich sehr gute Wir­kun­gen. Aber bei älte­ren Men­schen muss man in Betracht zie­hen, dass hier die Dosis viel­leicht nicht ganz aus­reicht und man durch­aus höhe­re Dosen ver­su­chen kann. Ich erwar­te auch bei Dosie­run­gen von 10 oder 20 mg kei­ne nega­ti­ven Wir­kun­gen. Nach Trans­at­lan­tik­flü­gen neh­me ich selbst gegen Jet­lag 10 – 15 mg Mela­to­nin zur Nacht ein, um schnel­ler wie­der in den nor­ma­len Rhyth­mus zu kom­men. Ich ken­ne jedoch auch Flug­rei­sen­de, die höhe­re Dosen ein­neh­men. Die posi­ti­ve Wir­kung ist jeden­falls rasch spür­bar.

Kön­nen Sie zum Abschluss noch mal die wich­tigs­ten Wir­kun­gen von Mela­to­nin zusam­men­fas­sen?

Wir­kung von Mela­to­nin

  • Cir­ca­di­an Rhyth­mus
  • Schlaf­för­de­rung, Anti­oxi­dans
  • Zell- und Mito­chon­dri­en­schutz
  • anti­ent­zünd­li­che Wir­kung
  • grund­sätz­li­che Zell­funk­ti­on
  • Krebs

Rei­ter: Da ist natür­lich die Wir­kung auf die cir­ca­dia­nen Rhyth­men, die zwar teil­wei­se mit dem Schlaf zusam­men­hängt, aber nicht die Wir­kung eines Schlaf­mit­tels ist. Es ist eine sehr wich­ti­ge Auf­ga­be des Mela­tonins, unse­re bio­lo­gi­sche Uhr gleich­mä­ßig über einen Zeit­raum von 24 Stun­den lau­fen zu las­sen.

Dar­über hin­aus hat Mela­to­nin eine sehr star­ke anti­oxi­da­ti­ve Wir­kung, was wich­tig für die Funk­ti­on der Zel­le ist. Die Ener­gie­pro­duk­ti­on durch die Mito­chon­dri­en ist abso­lut kri­tisch für das Über­le­ben und den Repa­ra­tur­me­cha­nis­mus der Zel­len, um auch unser Erb­gut, die DNA, vor Schä­di­gung durch freie Radi­ka­le zu schüt­zen.

Und natür­lich ist die anti­ent­zünd­li­che Wir­kung des Mela­tonins wich­tig bei schwe­ren Ent­zün­dun­gen, bei denen auch gro­ße Men­gen frei­er Radi­ka­le ent­ste­hen. Inter­es­sant ist hier­bei, dass die Makro­pha­gen unse­res Immun­sys­tems Bak­te­ri­en mit Hil­fe von frei­en Radi­ka­len töten. Nun könn­te man mei­nen, man darf nicht­zu vie­le Anti­oxi­dan­ti­en zu sich neh­men, sonst ver­hin­dert man die­sen wich­ti­gen Mecha­nis­mus. Aber es gibt eini­ge Funk­tio­nen, gegen die kein Anti­oxi­dans ankommt, weder Mela­to­nin noch Vit­amin C. Mit ande­ren Wor­ten, die Zel­le ist irgend­wie schlau genug, sich nicht in den phy­sio­lo­gi­schen Effekt ein­zu­mi­schen, durch den Makro­pha­gen Bak­te­ri­en töten. Es ist fas­zi­nie­rend, wie inter­es­sant die Phy­sio­lo­gie unse­rer Zel­len sein kann.

Und schließ­lich dür­fen wir natür­lich auch nicht die Anti-Krebs-Wir­kung des Mela­tonins ver­ges­sen.

Aber ich glau­be, dass wir eine grund­le­gen­de Funk­ti­on des Mela­tonins noch nicht wirk­lich ver­ste­hen. Es gibt etwas in der Zel­le, das ganz all­ge­mein dafür zustän­dig ist, dass die Zell­phy­sio­lo­gie erhal­ten bleibt und funk­tio­niert. Und ich glau­be, wir wer­den irgend­wann her­aus­fin­den, dass Mela­to­nin hier eine ganz wesent­li­che Rol­le spielt. Ich möch­te dar­an erin­nern, dass Mela­to­nin als Mole­kül schon 3,2 Mil­li­ar­den Jah­ren Zeit hat­te, krea­tiv zu wer­den, was sei­ne Funk­tio­nen angeht.

Runow: Hier gibt es sicher­lich noch viel zu ent­de­cken, und die Mela­to­n­in­for­schung wird uns noch eine Zeit lang beschäf­ti­gen und fas­zi­nie­ren. An die­sem Punkt möch­te ich mich für das Inter­view bedan­ken und für die Gele­gen­heit, tie­fer in die The­ma­tik ein­zu­stei­gen. Vie­len Dank.

Rei­ter: Vie­len Dank.

Emp­feh­lun­gen zu Mela­to­nin

Wir alle wis­sen, dass für eine dau­er­haf­te Gesund­heit unter­schied­li­che Fak­to­ren eine Rol­le spie­len. Natür­lich gehö­ren eine gesun­de Ernäh­rung und aus­rei­chend Erho­lungs­mög­lich­kei­ten dazu. Uns ist allen klar, dass dau­er­haf­ter Stress und wenig Ent­span­nung lang­fris­tig der Gesund­heit scha­det.

Vor allem chro­ni­sche Zustän­de von Schlaf­stö­run­gen, Ner­vo­si­tät, Müdig­keit und Erschöp­fung kön­nen sich in einem Teu­fels­kreis dre­hen. Die Rhyth­mik von gesun­der Tagesener­gie und erhol­sa­mem Nacht­schlaf kann dann emp­find­lich gestört wer­den, denn unser Schlaf-Wach-Rhyth­mus ist dar­auf aus­ge­legt, in der Dun­kel­pha­se ein Opti­mum an Schlaf und Erho­lung und in der Hell­pha­se ein Opti­mum an Leis­tung zu ermög­li­chen. Maß­geb­li­cher Steu­er­fak­tor ist Mela­to­nin.

Mela­to­nin hilft uns, die­sen natür­li­chen Rhyth­mus ein­zu­hal­ten. Ein Man­gel an Mela­to­nin ent­steht haupt­säch­lich durch die über­mä­ßi­ge Licht­be­nut­zung oder das Schla­fen in hel­le­ren Räu­men.

Oft emp­fiehlt sich die Ein­nah­me von Mela­to­nin direkt vor dem Schla­fen­ge­hen. Gewöhn­lich wird Mela­to­nin in Dosie­run­gen zwi­schen 1 und 5 mg pro Tablet­te oder Kap­sel ange­bo­ten. Die emp­foh­le­ne ernäh­rungs­phy­sio­lo­gi­sche Dosie­rung liegt bei 1 – 5 mg pro Tag ( je nach Bedarf und Alter) eine hal­be Stun­de vor dem Ein­schla­fen. Man soll­te Mela­to­nin nur ver­wen­den, bevor man zu Bett geht.

Soll­te man in der Nacht unter Durch­schlaf­stö­run­gen lei­den, kann auch in der Nacht noch eine Tablet­te (1 mg) ein­ge­nom­men wer­den.

Wenn Sie sich unsi­cher sind, wie viel Mil­li­gramm Mela­to­nin Sie ein­neh­men soll­ten, dann las­sen Sie Ihren Mela­ton­in­spie­gel ein­fach mit­tels Spei­chel­ana­ly­se mes­sen.

Das Insti­tut für Umwelt­me­di­zin in Wolf­ha­gen bie­tet eine ein­fa­che und schnel­le Dia­gnos­tik an.

Rat­schlä­ge des Umwelt­me­di­zi­ners Klaus-Diet­rich Runow

Zur Har­mo­ni­sie­rung des Schlafrhyth­mus und Unter­stüt­zung der Neben­nie­ren­rin­de (Anti-Stress) set­ze ich gern neben Mela­to­nin und der in der ayur­ve­di­schen Medi­zin bekann­ten Pflan­ze Ash­wa­gan­da auch Melis­se, Thea­nin und GABA (Gam­ma-Ami­no-But­ter­säu­re) ein. Mitt­ler­wei­le sind Prä­pa­ra­te erhält­lich, die eine Kom­bi­na­ti­on der genann­ten Wirk­stof­fe in einer Kap­sel ent­hal­ten.

Im Hin­blick auf die Neu­ro­pro­tek­ti­on emp­feh­le ich mei­nen Pati­en­ten wei­te­re natür­li­che Wirk­stof­fe, die ich als „10 Punk­te Gehirn­schutz­pro­gramm“ in der fol­gen­den Tabel­le zusam­men­ge­fasst habe.

Kon­takt:
Klaus-Diet­rich Runow, Arzt und Buch­au­tor.
Insti­tut für Umwelt­me­di­zin (IFU) – Dia­gnos­tik + The­ra­pie
Butt­lar­stras­se 4A
D-34466 Wolf­ha­gen
Tel: 0 56 92 – 99 77 90

[email protected]
www.umweltmedizin.org
www.functionalmedicine.de

 

10-Punkte Gehirnschutzprogramm Melatonin

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NWzG Gesund­heits­brief  |  Nr. 48

  Depres­si­on     Mela­to­nin     Neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­on     Schlaf­stö­rung  

Wie Mela­to­nin in unse­rem Kör­per wirkt // War­um wir einen Mela­to­n­in­man­gel haben // Gehirn­schutz­pro­gramm // Ent­gif­tung und Zelt­schutz // Mela­to­nin und Schlaf­stö­run­gen …

 

Kategorien: Allgemein, Burnout-Syndrom, Depression und Gehirn.