Über­ge­wicht? Lang­fris­ti­ge Gewichts­re­duk­ti­on durch geziel­te Nähr­stoff­ga­be

Autorin: Eva Hage­dorn

Über­ge­wicht ist der Aus­lö­ser vie­ler Zivi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten.

In die­se Aus­ga­be erfah­ren Sie Mög­lich­kei­ten zur umfas­sen­den Gewichts­kon­trol­le durch die geziel­te Zufuhr von Nähr- und Vital­stof­fen.

Für Über­ge­wicht gibt es vie­le Grün­de.

Am häu­figs­ten fin­den sich zu wenig Bewe­gung, min­der­wer­ti­ge Lebens­mit­tel, Alko­hol­kon­sum, hor­mo­nel­le Schwan­kun­gen, Dia­be­tes, All­er­gi­en und Unver­träg­lich­kei­ten, Darm­pilz­be­fall sowie auch gene­ti­sche Fak­to­ren als Ursa­che. In den west­li­chen Indus­trie­na­tio­nen hat die Zahl über­ge­wich­ti­ger Men­schen in den letz­ten Jahr­zehn­ten explo­si­ons­ar­tig zuge­nom­men. Allein in Deutsch­land weist nur noch etwa ein Drit­tel der erwach­se­nen Bevöl­ke­rung ein gesund­heit­lich wün­schens­wer­tes Kör­per­ge­wicht auf. Beson­ders besorg­nis­er­re­gend ist der Umstand, dass auch unter Kin­dern und Jugend­li­chen ver­mehrt Adi­po­si­tas (Fett­sucht) und Über­ge­wicht auf­tritt. Adi­po­si­tas und auch Über­ge­wicht schränkt die Lebens­qua­li­tät erheb­lich ein und führt zu schwe­ren gesund­heit­li­chen Schä­den. Unbe­strit­ten ist ein erhöh­tes Risi­ko für Blut­hoch­druck, Dia­be­tes, Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen, Fett­stoff­wech­sel­stö­run­gen, Arte­rio­skle­ro­se (Abla­ge­run­gen in den Arte­ri­en), Reflux (Sod­bren­nen), Arthri­tis, Gicht, Schlaf­apnoe, Venen­throm­bo­sen und viel­fäl­ti­ge Gelenks­er­kran­kun­gen.

Bei „ungüns­ti­gem Über­ge­wicht“ (Fett­ab­la­ge­run­gen im Bauch­be­reich, so genann­tes „inne­res Bauch­fett“) steigt auch das Risi­ko für diver­se Ent­zün­dun­gen und vie­le Krebs­ar­ten an. In letz­ter Kon­se­quenz bedeu­tet die­se Auf­stel­lung ein höhe­res „Mor­ta­li­täts­ri­si­ko“, also die erhöh­te Wahr­schein­lich­keit, frü­her zu ster­ben. Dies passt zu ent­spre­chen­den Stu­di­en, die im Umkehr­schluss als ein­zi­ge nach­ge­wie­se­ne Maß­nah­me zur Lebens­ver­län­ge­rung die Kalo­ri­en­re­strik­ti­on (also die stren­ge Limi­tie­rung der täg­lich zuge­führ­ten Kalo­ri­en­men­ge) als wirk­sam ermit­tel­ten.

Der Über­gang von Nor­mal­ge­wicht zu Adi­po­si­tas wird als Über­ge­wicht bezeich­net.

Von Adi­po­si­tas oder Fett­lei­big­keit spricht man, wenn sich das Kör­per­fett über das Nor­mal­mass hin­aus­ge­hend ver­mehrt und sich so das Kör­per­ge­wicht erhöht. Als Berech­nungs­grund­la­ge für die Gewichts­klas­si­fi­ka­ti­on dient dabei der so genann­te Kör­per- massin­dex (Body Mass Index, BMI), der sich aus dem Kör­per­ge­wicht in Kilo­gramm geteilt durch die Kör­per­grö­ße in Meter zum Qua­drat ergibt. Laut Fest­le­gung der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) gilt ein BMI über 25 Kg/m2 als Über­ge­wicht und ein BMI von 30 kg/m2 und höher als Adi­po­si­tas.

Gra­fik ein­set­zen BMI

Um den Grad des indi­vi­du­el­len Risi­kos ein­schät­zen zu kön­nen, muss aber nicht nur das Kör­per­ge­wicht beur­teilt, son­dern auch das Fett­ver­tei­lungs­mus­ter bestimmt wer­den. Ein ein­fa­ches Maß ist hier­bei die Schät­zung des Bauch­fetts anhand des Tail­le­um­fangs. Bei einem Tail­le­um­fang von mehr als 80 cm bei Frau­en bzw. mehr als 94 cm bei Män­nern ist das Risi­ko für Fol­ge­er­kran­kun­gen erhöht. Bei einem Umfang von mehr als 88 cm bei Frau­en bzw. mehr als 102 cm bei Män­nern liegt eine Bauch­fett­sucht (abdo­mi­na­le Adi­po­si­tas) mit einem deut­lich erhöh­ten Risi­ko für Stoff­wech­sel- bzw. Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen vor.

Häu­fig­keit von Über­ge­wicht

Adi­po­si­tas (Fett­sucht) ist in den west­li­chen Indus­trie­län­dern eine beson­ders häu­fi­ge Erkran­kung, wobei die Anzahl der Neu­erkran­kun­gen seit Jahr­zehn­ten kon­ti­nu­ier­lich steigt. Schät­zun­gen zu Fol­ge wei­sen etwa 22 Pro­zent der Deut­schen im Alter zwi­schen 18 und 79 Jah­ren einen Body Mass Index (BMI) von über 30 auf und gel­ten somit als adi­pös. Bei einem bis zwei Pro­zent liegt der BMI sogar bei 40 und höher. Knapp 50 Pro­zent haben einen BMI zwi­schen 25 und 30, also mäßi­ges Über­ge­wicht. Damit hat nur noch etwa ein Drit­tel der erwach­se­nen Bevöl­ke­rung in Deutsch­land ein Kör­per­ge­wicht, das nicht mit erhöh­ten Krank­heits­ri­si­ken ver­bun­den ist. Im jün­ge­ren Lebens­al­ter sind eher Män­ner von Über­ge­wicht betrof­fen, ab dem vier­zigs­ten Lebens­jahr über­wiegt der Anteil der Frau­en.

Viel­fäl­ti­ge Ursa­chen von Über­ge­wicht

Die Ursa­chen für Über­ge­wicht und Adi­po­si­tas sind viel­fäl­tig: so spie­len man­geln­de kör­per­li­che Bewe­gung, psy­chi­sche Fak­to­ren, die Ein­nah­me von Medi­ka­men­ten, hor­mo­nel­le Erkran­kun­gen und gene­ti­sche Aus­lö­ser eine ent­schei­den­de Rol­le. Zu den Haupt­grün­den zählt aber auch eine fal­sche Ernäh­rung und/oder ein ver­kehr­tes Ess­ver­hal­ten.

Wer­den Fet­te und Koh­len­hy­dra­te bei einer Mahl­zeit in über­mä­ßi­ger Men­ge auf­ge­nom­men, kann der Kör­per die Fet­te nicht aus­rei­chend abbau­en – sie lagern sich in den so genann­ten Fett­zel­len ein. Beim Erwach­se­nen stei­gen also mit dem Grad der Adi­po­si­tas der Gehalt und damit auch die Grö­ße der Fett­zel­len an. Gleich­zei­tig neh­men Anzahl und Emp­find­lich­keit der so genann­ten Insu­lin­re­zep­to­ren („Insu­lin­emp­fän­ger“) im Fett­ge­we­be ab. Dicke Fett­zel­len spre­chen nicht mehr so gut auf das Hor­mon Insu­lin an, das ent­schei­dend an der Kon­trol­le des Blut­zu­ckers betei­ligt ist, und kön­nen den durch die Nah­rungs­auf­nah­me anstei­gen­den Blut­zu­cker (Glu­ko­se) nicht mehr aus­rei­chend ver­wer­ten. Das Hun­ger­ge­fühl wächst. Bestimm­te Hor­mo­ne, kör­per­li­che Bewe­gung und die Nah­rungs­men­ge haben ent­schei­den­den Ein­fluss auf die Grö­ße und Anzahl der Fett­zel­len. Kor­ti­son z.B. erhöht die Bela­dung der Fett­zel­len, wäh­rend männ­li­che Sexu­al­hor­mo­ne (Andro­ge­ne) die Zahl der Fett­zel­len redu­zie­ren, ohne das Volu­men der Zel­len selbst zu beein­flus­sen. Hun­ger­zu­stän­de und kör­per­li­che Bewe­gung ver­klei­nern die Fett­zell­grö­ße.

Die Anzahl der Fett­zel­len ist im Gegen­satz zu ihrem Gehalt an Fett im Erwach­se­nen­al­ter kaum noch beein­fluss­bar. Des­halb ist die The­ra­pie von Adi­po­si­tas und Über­ge­wicht häu­fig so schwie­rig und kann nur durch grund­le­gen­de und aus­dau­ern­de Ver­än­de­run­gen in der Lebens­wei­se lang­fris­tig erfolg­reich sein.

Fol­ge­er­kran­kun­gen
  • Dia­be­tes
  • Stoff­wech­sel­stö­run­gen
  • Herz-Kreis­lauf­erkran­kun­gen
  • Lun­gen­er­kran­kun­gen
  • Tumor­er­kran­kun­gen
  • Magen-Darm-Erkran­kun­gen
  • Gelenk­be­schwer­den

Abneh­men mit der rich­ti­gen Kom­bi­na­ti­on an Nähr­stof­fen

Wir glau­ben, dass ein gesun­der Kör­per bei gesun­der Ernäh­rung und aus­rei­chend Bewe­gung kein Über­ge­wicht ent­wi­ckelt. Wenn das Über­ge­wicht aber nun mal – aus wel­chen Grün­den auch immer – da ist und der Wunsch nach Gewichts­re­duk­ti­on besteht, kann die Kom­bi­na­ti­on der rich­ti­gen Nähr­stof­fe die ent­schei­den­de Hil­fe sein. Dies gilt ins­be­son­de­re, wenn ande­re Grün­de (Schild­drü­se, Hor­mon­haus­halt, Qua­li­tät der Ernäh­rung, aus­rei­chend Bewe­gung) soweit in Ord­nung gebracht sind. Die­ser Ansatz ist ein­zig­ar­tig, umfas­send und lang­fris­tig. Bestimm­te Nähr­stof­fe wer­den zur Hun­ger­re­duk­ti­on, Fett­stoff­wech­sel­an­re­gung, Was­ser­haus­halt­re­gu­lie­rung und Ent­gif­tung in har­mo­ni­scher und dau­er­haft ver­träg­li­cher Form zusam­men geführt.

Pflanz­li­che Poly­phe­no­le run­den die Ein­nah­me ab, die, neben Ihren bekann­ten Wir­kun­gen, gezielt die Gene anspre­chen, die für die über­mä­ßi­ge Ein­la­ge­rung von Fet­ten ver­ant­wort­lich sind. Bei Men­schen, die über einen län­ge­ren Zeit­raum über­ge­wich­tig waren, ist eine dau­er­haf­te Gewichts­re­duk­ti­on ohne Ein­be­zie­hung natür­li­cher epi­ge­ne­ti­scher Maß­nah­men nicht mög­lich.

A C H T U N G !
Hüten Sie sich vor Crash-Diä­ten … 1 – 1,5% Gewichts­ver­lust im Monat rei­chen aus (1 – 1,5 kg pro Monat bei einem 100 kg schwe- rem Men­schen). Der Erfolg einer Diät soll­te nach 12 und 24 Mo- naten fest­ge­stellt wer­den – 10 kg in einem Monat und nach 12 Mona­ten wie­der 5 kg mehr als ursprüng­lich – dass ist Stress für den Kör­per und äußerst schä­di­gend.

Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis soll hier das Zusam­men­wir­ken und Zusam­men­spiel aus­ge­such­ter Nähr­stof­fe beschrie­ben wer­den.

Nähr­stof­fe, die eine Gewichts­re­duk­ti­on begüns­ti­gen und her­bei­füh­ren

Der natür­li­che Wirk­stoff Sine­trol® ver­klei­nert die Fett­zel­len. Sine­trol® ist ein paten­tier­ter Extrakt aus Zitrus­früch­ten [Blut­oran­ge, Grape­fruit und Bit­ter­oran­ge]. Die­se syn­er­gis­ti­sche Wirk­stoff­kom­bi­na­ti­on wird im Bereich der Gewichts­re­duk­ti­on erfolg­reich ein­ge­setzt. Sine­trol® hat einen sehr hohen Anteil an Poly­phe­n­o­len, die Ein­fluss auf die Fett­ver­bren­nung neh­men und das Hun­ger­ge­fühl dämp­fen.

Die Fett­ver­bren­nung ist ein Stoff­wech­sel­vor­gang, der für die Ener­gie­zu­fuhr in unse­rem Kör­per uner­läss­lich ist. Und unser Kör­per braucht eine Men­ge Ener­gie, auch wenn wir gar nichts tun. Unun­ter­bro­chen lau­fen, wie in einem Uhr­werk, Lebens­pro­zes­se, Auf- und Umbau­ro­zes­se ab. Für die­se Pro­zes­se wer­den Lebens­mit­tel in kör­per­ei­ge­ne Stof­fe umge­baut und für die Ener­gie­ge­win­nung bereit­ge­stellt.

Nun gibt es bestimm­te Nähr­stof­fe, die den Abbau von Fet­ten för­dern und dazu gehört die Kom­bi­na­ti­on aus Blut­oran­ge, Grape­fruit und Bit­ter­oran­ge. Hier­bei spie­len ver­schie­de­ne Poly­phe­no­le die maß­geb­li­che Rol­le, denn die­se hem­men die Arbeit des Enzyms Phos­pho­dies­terase (PDE, sie­he Beschrei­bung) in den Fett­zel­len. Dies führt dazu, dass sich Fett­zel­len ver­klei­nern und ihre Anzahl redu­ziert wird. Wer­den pro Tag 900 mg Sine­trol® ein­ge­nom­men ist ein Gewichts­ver­lust von bis zu einem Pfund pro Woche mög­lich bei einer nor­ma­len Kalo­ri­en­zu­fuhr.

Phos­pho­dies­terase (eine Grup­pe von Enzy­men), kurz PDE, hat die Auf­ga­be cAMP in AMP umzu­wan­deln. Je weni­ger akti­ves PDE in der Zel­le vor­han­den ist, des­to mehr cAMP befin­det sich in der Zel­le. Wenn ein Hor­mon wie Adre­na­lin mit den Fett­zel­len inter­agiert, sorgt cAMP dafür, dass die­ses Signal wei­ter­ge­lei­tet wird zu den Enzy­men die dafür ver­ant­wort­lich sind die Fett­säu­ren aus den Fett­zel­len aus­zu­lei­ten. Je weni­ger PDE in den Zel­len vor­han­den ist des­to mehr Fett­säu­ren kön­nen von den Fett­zel­len an den Blut­strom abge­ge­ben wer­den, wo sie dann vom Kör­per ver­brannt wer­den.

Ener­gie­stoff­wech­sel

Der Ener­gie­stoff­wech­sel ist eng mit der gesun­den Funk­ti­on des Her­zens ver­bun­den. Coen­zym Q10, L‑Carnitin, Magne­si­um und Kali­um spie­len hier­bei die ent­schei­den­de Rol­le. Sie opti­mie­ren den kar­dia­len Ener­gie­stoff­wech­sel, wir­ken anti­ar­rhyt­misch und haben einen güns­ti­gen Ein­fluss auf erhöh­te Blut­druck- und Lipidwer­te.

Q10

Q10 hat sei­nen Wir­kungs­ort in den Mito­chon­dri­en. Mito­chon­dri­en sind die Kraft­wer­ke der Zel­len und stel­len für alle Mus­kel­ar­beit die Ener­gie bereit.

Q10 ist Teil der Atmungs­ket­te, bei der die im Orga­nis­mus gespei­cher­te Ener­gie für Gehirn‑, Nerven‑, Hor­mon- und Mus­kel­funk­tio­nen ver­braucht wird. Q10 steu­ert also die Ener­gie­be­reit­stel­lung für alle Kör­per­funk­tio­nen. So steu­ert es auch den wich­tigs­ten Mus­kel im Kör­per – das Herz – und sorgt für regel­mä­ßi­gen und kräf­ti­gen Herz­schlag. Alle Organ­funk­tio­nen und alle Mus­kel­ar­beit funk­tio­niert nur mit Q10.

L‑Carnitin

Auch L‑Carnitin ist für den Ener­gie­stoff­wech­sel unent­behr­lich. L‑Carnitin trans­por­tiert Fett­säu­ren in die Mito­chon­dri­en. Hier wird aus die­sen Ener­gie gewon­nen. Damit för­dert es auch die Fett­ver­bren­nung auf natür­li­che Wei­se.

Die Wir­kung des L‑Carnitins auf die Regu­lie­rung des Blut­fett- und Blut­zu­cker­spie­gels ist bekannt und erforscht. Auch das Herz braucht L‑Carnitin, denn ein Man­gel kann eine Schwä­chung des Herz­mus­kels zur Fol­ge haben.

Magne­si­um

Magne­si­um ist sozu­sa­gen der Herz­schritt­ma­cher unter den Vital­stof­fen. Zusam­men mit Kali­um regu­liert Magne­si­um den Herzrrhyth­mus und ver­bes­sert wie Coen­zym Q 10 und L‑Carnitin die Herz­leis­tung. Magne­si­um ist an allen ATP-abhän­gi­gen Stoff­wech­sel­pro­zes­sen im Orga­nis­mus betei­ligt.

Kali­um

Kali­um ist fast aus­schließ­lich (bis zu 98 %) im Inne­ren der Zel­len vor­han­den und für ihre Funk­tio­nen sehr wich­tig. Kali­um wird vor allem für die Ener­gie­pro­duk­ti­on und den Was­ser­haus­halt benö­tigt.

Natür­li­cher­wei­se hängt mit dem Ener­gie­stoff­wech­sel der Fett­stoff­wech­sel eng zusam­men. Wie bereits ange­deu­tet ist L‑Carnitin im Ener­gie­stoff­wech­sel eine ent­schei­den­de Sub­stanz, genau­so aber im Fett­stoff­wech­sel. Eine Gewichts­re­duk­ti­on hat das Ziel, die Fett­pols­ter des Kör­pers abzu­bau­en. L‑Carnitin schleust die Fett­säu­ren zu ihrem Abbau­ort und ist daher wich­ti­ger Bestand­teil des Fett­stoff­wech­sels. Bei einem L‑Car­ni­tin-Defi­zit funk­tio­niert die Fett­ver­bren­nung trotz Aus­dau­er­sports nicht ide­al – der Kör­per muss dann auch auf die Eiwei­ße der Mus­ku­la­tur als Ener­gie­quel­le zurück grei­fen. Gera­de Mus­kel­ab­bau ist eine gefürch­te­te Neben­wir­kung jeder Diät. Eine erhöh­te L‑Car­ni­tin-Zufuhr kann die Erhal­tung der Mus­ku­la­tur bewir­ken und ermög­licht gleich­zei­tig einen opti­ma­len Abbau der Fett­re­ser­ven.

Blut­zu­cker­spie­gel

Unser Blut­zu­cker­spie­gel beein­flusst unser Hun­ger­ge­fühl und unse­ren Ener­gie­haus­halt. Außer­dem bestimmt er, ob wir Fett ver­bren­nen oder spei­chern. Die Bestand­tei­le Chrom und Bocks­horn­klee sor­gen für einen aus­ge­gli­che­nen Blut­zu­cker­spie­gel und dämp­fen das Hun­ger­ge­fühl.

Was­ser­haus­halt

Der mensch­li­che Orga­nis­mus besteht zu 55 – 60 % aus Was­ser (auch als Kör­per­was­ser oder Kör­per­flüs­sig­keit bezeich­net), das nach Alter und Geschlecht in unter­schied­li­cher Men­ge vor­han­den ist und sich fol­gen­der­ma­ßen ver­teilt:

Intra­zel­lu­lä­re Flüs­sig­keit oder Zell­was­ser: ca. 40 % des Kör­per­ge­wichts.

Extra­zel­lu­lä­re Flüs­sig­keit oder Kör­per­was­ser außer­halb der Zel­len: etwa 20 % des Kör­per­ge­wichts. Zu ihr gehö­ren: Blut­plas­ma, Gewebs­was­ser und alle ande­ren Flüs­sig­kei­ten wie Drüsen‑, Gehirn-Rücken­mar­k‑, Herzbeutel‑, Lun­gen­fell-Rip­pen­fel­l‑, Gelenks­flüs­sig­keit etc.

Das Was­ser hat eine Rei­he von Auf­ga­ben in unse­rem Kör­per zu erfül­len: Es ist Bau­stein unse­rer Zel­len. Als Quel­lungs­was­ser für Eiweiß­kör­per bil­det es mit die­sen die Grund­sub­stanz unse­rer Zel­len, in der alle ande­ren Bau­stei­ne gelöst oder geformt vor­lie­gen. Das bedeu­tet, dass alle Zel­len des Kör­pers, ob Haut‑, Drüsen‑, Muskel‑, Gehirn­zel­len oder ande­re, nur dann funk­ti­ons­tüch­tig sind, wenn sie genü­gend Was­ser ent­hal­ten.

Es ist sowohl Lösungs­mit­tel (vie­le für den Orga­nis­mus wich­ti­ge Sub­stan­zen lie­gen in den Kör­per­flüs­sig­kei­ten vor) als auch Trans­port­mit­tel (Nähr­stof­fe, kör­per­ei­ge­ne Sub­stan­zen, Stoff­wech­sel­pro­duk­te etc. wer­den im Blut­plas­ma zu ihrem Bestim­mungs­ort trans­por­tiert). Auch ist es an der Regu­la­ti­on des Wär­me­haus­halts (vor allem durch die Schweiß­ab­ga­be) betei­ligt. Alle die­se Auf­ga­ben las­sen ahnen, wie wich­tig das Was­ser für uns ist und wie ange­wie­sen wir auf eine regel­mä­ßi­ge und aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr sind.

Der Umgang des Kör­pers mit dem Was­ser ist außer­or­dent­lich fein regu­liert. Sub­stan­zen wie die kör­per­ei­ge­ne Hyaluron­säu­re ver­mö­gen ein viel­fa­ches Ihres Eigen­ge­wich­tes an Was­ser zu spei­chern und im Bedarfs­fal­le wie­der abzu­ge­ben – ähn­lich einem Schwamm, der gro­ße Men­gen Was­ser hal­ten kann und Sie auch wie­der frei gibt.

Da die kör­per­ei­ge­ne Pro­duk­ti­on an Hyaluron­säu­re ab einem Alter von 40 Jah­ren rapi­de abnimmt ist eine Ergän­zung die­ser Sub­stanz für den Was­ser­haus­halt aber auch für Haut und Gelen­ke äußerst sinn­voll. Um den (Was­ser-) Stoff­wech­sel und die Ent­gif­tung opti­mal in Gang zu hal­ten ist die Ver­sor­gung mit Hyaluron­säu­re ein wesent­li­cher Bau­stein – denn fehlt Was­ser, arbei­tet der Stoff­wech­sel man­gel­haft, Abfall­pro­duk­te kön­nen nicht mehr aus­ge­schwemmt wer­den und ver­blei­ben in den Zel­len. So kön­nen die Zel­len lebens­not­wen­di­gen Sauer­stoff und Nähr­stof­fe nicht mehr opti­mal auf­neh­men und ver­lie­ren auf Dau­er ihre Funk­ti­ons­fä­hig­keit.

Ent­gif­tung

Damit der Kör­per über­haupt offen für Nähr­stof­fe ist, darf sein „Ver­gif­tungs­sta­tus“ nicht so hoch sein, dass die Auf­nah­me von Nähr­stof­fen blo­ckiert ist. Blei, Queck­sil­ber, Alu­mi­ni­um etc. hem­men z.B. vie­le Enzy­me, die für eine nor­ma­le Funk­ti­on des Stoff­wech­sels unab­ding­bar sind.

Des­halb benö­ti­gen wir lau­fend Sub­stan­zen, die eine Ent­gif­tung för­dern und damit die gesun­de Funk­ti­ons­fä­hig­keit des Kör­pers erhö­hen. Die­se Auf­ga­ben erfül­len in unse­rem Prä­pa­rat spe­zi­ell der Pflan­zen­ex­trakt Mari­en­dis­tel und die Ami­no­säu­re Glutathion.

Die leber­stär­ken­de Mari­en­dis­tel regt die Bil­dung neu­er Leber­zel­len an und hilft bei der Ent­gif­tung und Ent­schla­ckung bereits beschä­dig­ten Gewe­bes (auch der Bestand­teil L‑Carnitin hat eine den Leber­stoff­wech­sel anre­gen­de Funk­ti­on).

L‑Glutathion ist das wich­tigs­te was­ser­lös­li­che Anti­oxi­dans. Glutathion wird zusam­men mit einem selen­hal­ti­gen Enzym (Glutathion­per­oxi­da­se) wirk­sam, ent­gif­tet Freie Radi­ka­le und kann oxi­dier­te Vit­ami­ne (wie C oder E) wie­der her­stel­len. Glutathion kann die toxi­sche Wir­kung von Schwer­me­tal­len ver­min­dern und wirkt dar­über hin­aus stär­kend auf das Immun­sys­tem. In der ein­schlä­gi­gen Lite­ra­tur wird es auf­grund sei­ner gro­ßen Bedeu­tung auch als das „Ord­nungs­mo­le­kül“ bezeich­net.

Ver­dau­ung

Durch die pro­bio­ti­schen Milch­säu­re­bak­te­ri­en Lac­to­ba­c­il­lus aci­do­phi­lus wird ein aus­ge­gli­che­nes Darm­mi­lieu geför­dert. Eine sta­bi­le und gesun­de Darm­flo­ra gewähr­leis­tet eine opti­ma­le Nähr­stoff­auf­nah­me. Die­se Darm­bak­te­ri­en pro­du­zie­ren Ver­dau­ungs­en­zy­me, die die Ver­dau­ung der Nah­rung auf­recht erhal­ten und die Akti­vi­tät der Fäul­nis­bak­te­ri­en ein­schrän­ken. Sind die­se „guten“ Bak­te­ri­en nur in einem unzu­rei­chen­dem Maße vor­han­den, kann die zuge­führ­te Nah­rung nicht rich­tig ver­stoff­wech­selt wer­den – All­er­gi­en, Unver­träg­lich­kei­ten, Nähr­stoff­man­gel dro­hen.

Als wei­te­re Hil­fe für die Ver­dau­ung kommt die Sub­stanz Papain zum Ein­satz. Papain ist ein eiweiß­spal­ten­des Enzym, dass die Ver­dau­ung anregt, belas­ten­de Schla­cken­stof­fe aus dem Darm räumt und totes Zell­ge­we­be ver­nich­tet. Papain bricht die Eiweiß­fa­sern sowohl im Magen als auch im Darm auf und beschleu­nigt den Auf­spal­tungs­pro­zess von Eiweiß in wich­ti­ge kör­per­ei­ge­ne Ami­no­säu­ren. Wie die meis­ten Enzy­me hat Papain eine posi­ti­ve Wir­kung auf das Bin­de­ge­we­be und ver­hin­dert die Ein­la­ge­rung von Fett­de­pots.

Sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe für die Gesund­heit – legen Sie den Schal­ter um!

Die ent­schei­den­den Kom­po­nen­ten zur Gewichts­re­duk­ti­on sind die Sekun­dä­ren Pflan­zen­stof­fe aus Trau­ben­kern­ex­trakt (OPC), Brok­ko­li (Sul­for­a­phan), Hei­del­bee­re (Antho­cya­ne) und Grü­nem Tee (Kate­chi­ne).

Die Bedeu­tung der Sekun­dä­ren Pflan­zen­stof­fe ist umfas­send: sie unter­stüt­zen das Immun­sys­tem, wir­ken Krebs hem­mend, regen die Ent­gif­tung an, för­dern die Durch­blu­tung und wir­ken regu­lie­rend auf den Blut­zu­cker und die Blut­fet­te (Cho­le­ste­rin­wer­te). Grund­sätz­li­ches zur spe­zi­fi­schen Wir­kung die­ser segens­rei­chen Hel­fer auf unse­ren Kör­per lesen Sie wei­ter unten.

Zum The­ma Gewichts­re­duk­ti­on wol­len wir uns hier haupt­säch­lich die immer deut­li­cher wer­den­den epi­ge­ne­ti­schen Eigen­schaf­ten die­ser Pflan­zen­stof­fe vor Augen füh­ren.

Signal­stof­fe für die Gene

Pflan­zen bil­den Poly­phe­no­le oder Antho­cya­ne, um Schäd­lin­ge und Krank­hei­ten abzu­weh­ren. Dass sol­che Stof­fe auch für unse­re Gene Signal­wir­kung haben, wird immer mehr erkannt und erforscht. Das Sprich­wort „Der Mensch ist, was er isst“ kann dadurch noch wei­ter an Bedeu­tung gewin­nen. Die Epi­ge­ne­tik, eine rela­tiv jun­ge Wis­sen­schaft, erforscht jene Pro­zes­se, wel­che die Akti­vi­tät unse­rer Gene beein­flus­sen und steu­ern. Epi­ge­ne­ti­ker rüt­teln an dem Grund­satz, dass durch Umwelt­ein­flüs­se ver­ur­sach­te Ver­än­de­run­gen an den Genen nicht ver­erb­bar sind und vor allem unse­re Gene bestim­men, wer wir sind.

Trä­ge­rin der Gene ist die DNA. Sie gilt als Bau­plan für den mensch­li­chen Kör­per: ein lan­ger Faden, der aus über drei Mil­li­ar­den Bau­stei­nen besteht.

Bei der ste­tig statt­fin­den­den Zell­tei­lung füh­ren Steue­rungs­ge­ne das Regi­ment. Doch nicht allein: Wenn sich bestimm­te Eiwei­ße auf den DNA-Faden hef­ten, kön­nen sie Gene an- oder abschal­ten. Nah­rung kann die­se Ver­än­de­run­gen beein­flus­sen. Mehr noch: sol­che epi­gen­ti­sche Ver­än­de­run­gen kön­nen auch ver­erbt wer­den. Bei Pflan­zen konn­te man dies schon län­ger nach­wei­sen, bei Mensch und Tier ging man davon aus, dass sich epi­ge­ne­ti­sche Ver­än­de­run­gen nicht an die nächs­te Genera­ti­on wei­ter­ver­er­ben. Sol­che Vor­stel­lun­gen sind längst über­holt. So haben zum Bei­spiel Wis­sen­schaft­ler die soge­nann­ten Agou­ti-Mäu­se, die sich durch ein Gen aus­zeich­nen, dass sie fett, gelb und anfäl­lig für Krebs und Dia­be­tes macht, einer bestimm­ten „Diät“ aus­ge­setzt. Die Weib­chen der Agou­ti-Mäu­se erhiel­ten vor der Befruch­tung und wäh­rend der Schwan­ger­schaft eine Extra­por­ti­on Vit­amin B12, Fol­säu­re und Cho­lin als Nah­rungs­er­gän­zung. Die über­wie­gen­de Mehr­zahl der Nach­kom­men war weder gelb noch fett. Außer­dem fehl­te ihnen die Anfäl­lig­keit für Krebs und Dia­be­tes. Das Agou­ti Gen war also vor­han­den aber durch Umwelt­ein­flüs­se deak­ti­viert wor­den.

Ähn­li­ches lässt sich auch in der Zwil­lings­for­schung fest­stel­len. Die Über­ein­stim­mun­gen in den epi­ge­ne­ti­schen Mus­tern ver­än­dert sich im Lau­fe der Jah­re. War es bei der Geburt noch fast iden­tisch, so sieht man nach 50 Jah­ren deut­li­che Unter­schie­de die durch das unter­schied­li­che Leben her­vor­ge­ru­fen wur­den. Das bedeu­tet, dass nicht nur die Erb­an­la­gen unse­res Nach­wuch­ses davon abhän­gen wie wir uns ernäh­ren und leben, son­dern dass wir unse­re eige­ne Kon­sti­tu­ti­on mit­be­stim­men kön­nen.

Dass die Ernäh­rung unse­re Gesund­heit beein­flusst ist längst zu einer all­ge­mei­nen Erkennt­nis gereift. Wie tief Nah­rungs­mit­tel­be­stand­tei­le aller­dings gene­ti­sche Abläu­fe im Posi­ti­ven und Nega­ti­ven zu bestim­men ver­mö­gen, die­se Ent­de­ckung macht die Wis­sen­schaft erst jetzt. Die Epi­ge­ne­tik räumt mit alten Vor­stel­lun­gen auf: Gene sind nicht starr, son­dern ein Leben lang form­bar. Wir sel­ber kön­nen sie durch den Lebens­stil, etwa die Ernäh­rung, an- oder abschal­ten.

Bei den höhe­ren Lebe­we­sen ste­hen alle Gene unter dem Kom­man­do eines oder meh­rer „Gen­schal­ter“, die jedem Gen vor­ge­schal­tet sind.

In der Fach­spra­che der Gen­for­scher wer­den die­se Schal­ter „Pro­mo­ter“ und „Enhan­cer“ genannt. Ein Pro­mo­ter ist ein kur­zer Abschnitt vor dem eigent­li­chen Gen. An die­se Gen­schal­ter oder Pro­mo­ter kön­nen sich von außen kom­men­de Signal­stof­fe anla­gern. Die Anla­ge­rung eines die­ser Signal­stof­fe an den Gen­schal­ter hat zur Fol­ge, dass das nach­ge­schal­te­te Gen in sei­ner Akti­vi­tät ent­we­der auf- oder abge­dreht wird, je nach dem wel­cher Signal­stoff sich an wel­chen der vor­han­de­nen Gen­schal­ter ange­la­gert hat. „Auf­dre­hen eines Gens“ heißt kon­kret, dass das Gen ver­mehrt abge­le­sen wird, dass also die Pro­duk­ti­on des „Pro­dukts“ ange­wor­fen wird, für wel­ches das Gen den Bau­plan ent­hält. Ande­re Gen­schal­ter kön­nen, wenn sich ein Signal­stoff gebun­den hat, das Gen aber auch „her­un­ter­fah­ren“ oder abschal­ten.

Wer oder was ent­schei­det dar­über, ob sich ein Signal­stoff an einen Gen­schal­ter bin­det? Die ent­schei­den­de Rol­le spie­len Signa­le, wel­che von außen auf die Kör­per­zel­len tref­fen. Das Ein­tref­fen eines Signals auf der Außen­wand der Zel­le kann z.B. dadurch erfol­gen, dass sich ein aus einer ande­ren Kör­per­re­gi­on kom­men­der Boten­stoff an eine Emp­fän­ger­sta­ti­on auf der Außen­wand der Zel­le bin­det. Die Ver­bin­dung von Boten­stoff und Emp­fän­ger­sta­ti­on führt dann zu einer domi­no­ar- tigen Wei­ter­ga­be von Signa­len ins Inne­re der Zel­le, wor­auf es am Ende zur Anschal­tung oder Abschal­tung von Genen im Zell­kern kommt.

Die Akti­vie­rung bzw. Deak­ti­vie­rung der Gen­ak­ti­vi­tät durch von außen kom­men­de Signa­le wird in der Fach­spra­che als Gen­re­gu­la­ti­on bezeich­net. Die meis­ten Gene des Kör­pers wer­den regu­liert. Nur sehr weni­ge Gene sind auf einer bestimm­ten Stu­fe andau­ernd und unver­än­dert aktiv.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben Epi­ge­ne­ti­ker gro­ße Fort­schrit­te im Ver­ständ­nis die­ser über­ge­ord­ne­ten Steu­er­me­cha­nis­men erzielt. Dabei wur­de immer kla­rer, dass das Epi­ge­nom für die Ent­wick­lung eines gesun­den Orga­nis­mus eben­so wich­tig ist wie die DNA selbst. Deut­lich wur­de bei den For­schun­gen auch, dass das Epi­ge­nom durch äuße­re Ein­flüs­se weit leich­ter die Gene ver­än­dern kann. Die größ­te Über­ra­schung ist aber: Epi­ge­ne­ti­sche Signa­le wer­den von den Eltern an die Kin­der wei­ter gege­ben.

So könn­te die Epi­ge­ne­tik erklä­ren, wes­halb in Japan viel weni­ger älte­re Men­schen an Krebs erkran­ken als in ande­ren Indus­trie­na­tio­nen. Im Ver­gleich zu Euro­pä­ern trin­ken Japa­ner sehr viel Grü­nen Tee. Wer­den unfer­men­tier­te grü­ne Tee­blät­ter gekocht, löst sich eine bestimm­te natür­li­che Che­mi­ka­lie her­aus. Die­se Che­mi­ka­lie wirkt auf ein Gen, das die Zell­tei­lung kon­trol­liert und Abwehr­stof­fe gegen Tumo­re pro­du­ziert. Im Alter wird die­ses Gen oft still­ge­legt. Die Sub­stanz des Grü­nen Tee kann dies ver­hin­dern.

Die Epi­gen­schal­ter sind also fle­xi­bel. Sie reagie­ren auf Umwelt­ein­flüs­se. Des­halb kön­nen Erzie­hung, Lie­be, Nah­rung, Stress, Hor­mo­ne, Hun­ger, Erleb­nis­se im Mut­ter­leib, Ver­gif­tun­gen, Psy­cho­the­ra­pie, Niko­tin, außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen, Trau­ma­ta, Kli­ma, Fol­ter, Sport und vie­les mehr unse­re Zel­len umpro­gram­mie­ren.

Posi­ti­ve Signa­le für unse­re Gene und damit für unse­re Gesund­heit kön­nen Poly­phe­no­le und die Inhalts­stof­fe von Grü­nem Tee sen­den. Es han­delt sich dabei eben nicht um die klas­si­schen Nähr­stof­fe, die uns mit Kalo­ri­en und „Bau­stof­fen“ ver­sor­gen, son­dern viel­mehr um „Signal­stof­fe“. Pflanz­li­che Signal­stof­fe sind uner­läss­lich für eine nor­ma­le Funk­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on der Zel­len. Feh­len die­se – bei­spiels­wei­se durch die indus­tri­el­le Ver­ar­bei­tung der Nah­rung – stel­len sich Stö­run­gen in der gene­ti­schen Signal­ket­te ein. Es resul­tie­ren dann sozu­sa­gen Not­pro­gram­me in der gene­ti­schen Steue­rung, die sich u. a. in Form von Ent­zün­dun­gen und Was­ser­ein­la­ge­run­gen (Gewichts­zu­nah­me) etc. äußern kön­nen.

Moder­ne Ernäh­rungs­emp­feh­lun­gen soll­ten sich in die­sem Zusam­men­hang nicht allein auf die Redu­zie­rung von Fet­ten, Eiwei­ßen und Koh­len­hy­dra­ten kon­zen­trie­ren, son­dern viel­mehr den Gehalt an pflanz­li­chen Signal­stof­fen berück­sich­ti­gen. Ein hoher Anteil an far­bi­gen Pflan­zen­pig­men­ten (z. B. Poly­phe­n­o­len) ist der ent­schei­den­de Fak­tor im Hin­blick auf die Regu­lie­rung der Blut­fett­wer­te und der Redu­zie­rung des Dia­be­tes­ri­si­kos. Die hier­durch bewirk­te Ent­zün­dungs­hem­mung bedeu­tet nicht nur eine Min­de­rung des Herz-Kreis­lauf-Risi­kos, son­dern einen Schutz von Gehirn und Ner­ven­sys­tem. Wei­ter­hin bedeu­tet die Har­mo­ni­sie­rung kör­per­li­cher Pro­zes­se auch den Beginn einer Ent­wick­lung hin zum Nor­mal­ge­wicht – denn ein gesun­der Kör­per pro­du­ziert kein Über­ge­wicht.

Die gesund­heit­li­che Wir­kung der Poly­phe­no­le all­ge­mein

OPC gehört zu den Fla­vo­noi­den. Das Wir­kungs­spek­trum der Fla­vo­noi­de ist beson­ders groß. Fla­vo­noi­de hem­men das Wachs­tum von Bak­te­ri­en und Viren, schüt­zen die Zel­len vor Frei­en Radi­ka­len und damit wei­ter­ge­hend vor Krebs und Herz­in­farkt, wir­ken ent­zün­dungs­hem­mend und beein­flus­sen die Blut­ge­rin­nung. Bekann­te Fla­vo­noi­de sind außer­dem Antho­cya­ne, Cate­cin und Quer­ce­tin.

Sul­for­a­phan kommt in der Natur haupt­säch­lich in Kreuz­blüt­lern, wie Kohl oder Brok­ko­li vor. Sul­for­a­phan hat eine das Immun­sys­tem stär­ken­de Wir­kung und regt die kör­per­ei­ge­ne Ent­gif­tung an. Zudem hat sich in unter­schied­li­chen Stu­di­en gezeigt, dass Sul­for­a­phan gegen das Bak­te­ri­um Heli­co­bac­ter pylo­ri wirkt, wel­che haupt­säch­lich für diver­se Magen­be­schwer­den und Magen­krebs ver­ant­wort­lich ist.

Die Hei­del­bee­re ent­hält eine brei­te Palet­te an bio­ak­ti­ven Sub­stan­zen und Gerb­stof­fen, die durch ihre ent­zün­dungs­hem­men­den, anti­oxi­da­ti­ven und anti­bak­te­ri­el­len Eigen­schaf­ten Heil­wir­kun­gen ent­fal­ten. Ein Haupt­wirk­stoff sind die Antho­cya­ne. Antho­cya­ne schüt­zen vor allem das Kol­la­gen, die struk­tur­ge­ben­de Grund­sub­stanz unse­rer Adern und Gewe­be. Die­ser Schutz ist not­wen­dig, weil z.B. durch ent­zünd­li­che Pro­zes­se wie rheu­ma­ti­sche Arthri­tis Kol­la­gen zer­stört wird. Eine gesun­de Kol­la­gen­struk­tur der Adern bis hin zu den kleins­ten Blut­ge­fä­ßen, den Kapil­la­ren, ist nicht nur für die Ver­sor­gung der Zel­len mit Nähr­stof­fen und den Abtrans­port von Stoff­wech­sel­pro­duk­ten nötig, sie ist auch Vor­aus­set­zung für die Auf­recht­erhal­tung der so genann­ten Blut-Hirn- Schran­ke. Die Ent­ste­hung bestimm­ter Auto­im­mun­erkran­kun­gen, Stö­run­gen des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems, „zere­b­ra­le“ All­er­gi­en und sogar psy­chi­sche Erkran­kun­gen wer­den begüns­tigt, wenn die Blut-Gehirn-Schran­ke nicht mehr zuver­läs­sig funk­tio­niert.

Wie vie­le ande­re Fla­vo­noi­de bewir­ken auch die Antho­cya­ne, dass sich Blut­plätt­chen weni­ger leicht ver­klum­pen und hel­fen damit, sich vor Arte­rio­skle­ro­se und Throm­bo­se zu schüt­zen.

Grü­ner Tee gilt als eines der gesün­des­ten Lebens­mit­tel über­haupt. Die für die gesund­heit­li­chen Effek­te ver­ant­wort­li­chen Sub­stan­zen des Tees sind heu­te teil­wei­se erforscht. Am bedeu­tends­ten sind die Kate­chi­ne. Kate­chi­ne sind Bit­ter­stof­fe aus Pflan­zen und dür­fen nicht mit Gerb­stof­fen (Tan­ni­ne) ver­wech­selt wer­den. Bit­ter­stof­fe und Gerb­stof­fe gehö­ren aber bei­de zur Klas­se der Poly­phe­no­le. Für die Pflan­ze spie­len die­se kom­ple­xen Sub­stan­zen eine ähn­li­che Rol­le wie für uns das Immun­sys­tem: sie bekämp­fen Krank­heits­er­re­ger aller Art: Pil­ze, Viren und Bak­te­ri­en. Unter allen Kate­chi­nen macht das Epi­gal­lo­ca­te­chin-Gal­lat (EGCG) am meis­ten von sich reden, weil es sich als sehr wirk­sam in der Prä­ven­ti­on ver­schie­de­ner Krebs­er­kran­kun­gen erweist. EGCG bremst aktiv das Wachs­tum von Tumo­ren.

Wei­ter sind Kate­chi­ne Anti­oxi­dan­ti­en mit allen posi­ti­ven Funk­tio­nen von Anti­a­ging-Mit­teln. Sie schüt­zen die Haut vor Schä­den durch UV- Strah­lung und wir­ken der Haut­al­te­rung ent­ge­gen.

Sie tra­gen zur Cho­le­ste­rin­sen­kung bei bzw. ver­hin­dern die Bil­dung des schlech­ten LDL-Cho­le­ste­rins. Kate­chi­ne ver­min­dern damit die Bil­dung von Plaques und Arte­rio­skle­ro­se. Sie schüt­zen vor Arte­ri­en­ver­kal­kung und koro­na­ren Herz­krank­hei­ten. Kate­chi­ne sen­ken das Risi­ko von Herz­in­farkt und Schlag­an­fall erheb­lich. Es gibt sogar wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en, die Hin­wei­se auf die Wirk­sam­keit von Grün­tee zur Vor­beu­gung der Par­kin­son-Krank­heit und Alz­hei­mer geben. Auch die­se Befun­de wer­den mit der anti­oxi­da­ti­ven Wir­kung der Kate­chi­ne erklärt. Kate­chi­ne hel­fen dabei zu ver­hin­dern, dass Freie Radi­ka­le Scha­den an Gehirn­zel­len anrich­ten.

Abneh­men mit opti­ma­ler Nähr­stoff-Ver­sor­gung

Die vor­ge­stell­ten Nähr- und Signal­stof­fe erfül­len, jeder für sich genom­men, eine Funk­ti­on beim gesun­den Abneh­men. Das Zusam­men­wir­ken die­ser Stof­fe jedoch bil­det eine lang­fris­ti­ge Basis, Ihr opti­ma­les Gewicht zu errei­chen – denn dass ist der Schlüs­sel für gesun­des Älter­wer­den.

Viel­leicht müs­sen Sie bei star­kem Über­ge­wicht zusätz­li­che Hil­fe in Anspruch neh­men – manch­mal kann ein Beob­ach­ter von außen viel bes­ser erken­nen, wo die „Abnehm-Hemm­nis­se“ lie­gen. Oder fin­den Sie Gleich­ge­sinn­te, die mit Ihnen gemein­sam anfan­gen, ein klei­nes Bewe­gungs­pro­gramm umzu­set­zen. Ohne Bewe­gung und gesun­de Ernäh­rung wird es nicht gehen.

Die im Lau­fe des Lebens ent­stan­de­nen kör­per­li­chen Abnehm­blo­cka- den aller­dings sind Män­gel, Ver­gif­tun­gen oder Fehl­re­gu­la­tio­nen – und die­sen machen Sie mit der Ein­nah­me die­ser aus­ge­such­ten Nähr- und Signal­stof­fe end­gül­tig Bei­ne!

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